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Unfall im Wettersteingebirge

50-Meter-Sturz beim Abseilen: 20-Jähriger verletzt sich schwer

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Garmisch-Partenkirchen - Ein junger Kletterer ist im Oberreintal 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Per Rettungshubschrauber kam der Garmisch-Partenkirchner schwerst verletzt in die Unfallklinik Murnau.

Hilfeschreie aus der Nordwestwand des Oberreintalturms hat am frühen Samstagabend der Wirt der Oberreintalhütte vernommen. Ein Blick durchs Fernglas bestätigte die schlimme Vermutung: Ein Kletterer hing im Seil, ein anderer versuchte verzweifelt, durch Rufen und Winken auf den Unfall aufmerksam zu machen.

Passiert war das Unglück, als sich die beiden Garmisch-Partenkirchner abseilen wollten, nachdem sie sich verstiegen hatten. Dabei „fiel der 20-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache etwa 50 Meter in die Tiefe“, erklärt ein Sprecher der Polizei-Inspektion Garmisch-Partenkirchen. Schwerstverletzt wurde der junge Mann vom ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Murnau in die Unfallklinik Murnau (UKM) gebracht. Um herauszufinden, was in knapp 2000 Metern Höhe passiert ist, ermittelt ein Polizeibergführer.

Bei der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen war der Notruf um 18.15 Uhr eingegangen. Zwei Retter machten sich mit dem Helikopter auf ins Oberreintal, wo sie an der Hütte einen kurzen Zwischenstopp einlegen mussten, um die Unglücksstelle zu lokalisieren. „Schwierig, sehr steil, teils schrofig, eng und vor allem steinschlaggefährdet“, beschreibt Einsatzleiter Thomas Müller das Gelände, in dem der 20-Jährige hing. Voraussetzungen, die eine Rettung verkomplizierten, die ihn und seinen Kameraden aber auch zwangen, äußerst schnell vorzugehen. Nachdem der Hubschrauber sie oberhalb der Absturzstelle abgesetzt hatte, sicherten sich die Bergwachtmänner selbst, ließen sich dann zu dem Garmisch-Partenkirchner ab und beförderten ihn schließlich per Seilwinde in die Maschine. „An der Oberreintalhütte wartete der Notarzt, der dann gleich mit dem Patienten ins UKM geflogen ist“, schildert Müller das Vorgehen.

Die Bergretter und auch der Kletterpartner des Verunglückten wurden anschließend abgeholt. Im Tal kümmerten sich Kräfte des Kriseninterventionsdienstes um den Begleiter des jungen Mannes und um dessen Eltern. Der Schwerstverletzte wird weiterhin in der Unfallklinik Murnau behandelt, sein Zustand ist nach Auskunft der Polizei unverändert.

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