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Die alte Villa an der Olympiastraße wird diese Woche abgerissen. Die Mitarbeiter des Jugendamts sind längst im Neubau (dahinter) untergebracht.

Baustelle am Landratsamt

Abrissbirne schwebt über dem Jugendamt

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Garmisch-Partenkirchen - Der Neubau steht und ist längst bezogen. In den anderen Häusern des Landratsamts wird derweil weiter gebaut. Jetzt wird die Villa, in der früher das Jugendamt untergebracht war, abgerissen. Die Grundsanierung von Gebäude B läuft wenige Tage später an.

Die Tage des Jugendamts sind gezählt. Nachdem lange überlegt wurde, ob die Villa an der Olympiastraße saniert oder abgerissen werden soll, rücken nun am Montag, 15. Februar, die Bagger an. Das Gebäude, das Landratsamts-Sprecher Stephan Scharf zufolge bereits seit knapp einem Jahr leer steht, muss weichen. Die Mitarbeiter der Abteilung sind längst im modernen Neubau untergekommen. Ob langfristig an dieser Stelle wieder ein Haus errichtet wird, ist noch nicht klar. „Erst einmal entsteht dort eine Grünfläche“, sagt Scharf. Ehe das Areal allerdings bepflanzt wird, nutzen es die Arbeiter, die das Haus B sanieren, als Baustellenlager. „Das gilt auch für einen Teil des Parkplatzes.“

In dem Objekt, das in den 1950er Jahren an das denkmal-geschützte ehemalige Bezirksamt angeschlossen wurde, beginnt am Montag, 22. Februar, der Rückbau. Hintergrund sei, dass sämtliche Elektroleitungen, die Sanitäranlagen und die gesamte Haustechnik erneuert werden. „Im Grunde bleibt nur eine Hülle stehen“, verdeutlicht der Behördensprecher das Vorgehen. Und die wird um ein Geschoss aufgestockt, um das zusätzliche Personal für die Bereiche Asyl/Soziales unterzubringen. 700 000 Euro kostet dieses Vorhaben und trägt mit dazu bei, dass das Gesamtprojekt mittlerweile 17,3 Millionen Euro verschlingt. Ursprünglich waren 15,2 Millionen Euro kalkuliert worden. Neben dem Betrag für das Dachgeschoss, in dem vier zusätzliche Büros für maximal 16 Mitarbeiter der Bauverwaltung entstehen, seien vor allem Baupreis-Steigerungen für diese Erhöhung verantwortlich, unterstreicht Scharf. „Trotzdem sind wir aber insgesamt noch gut im grünen Bereich.“

Der Rohbau von Haus B soll im September fertig sein, während der Herbst- und Wintermonate steht dann der Innen-Ausbau auf dem Plan. „Im Frühjahr 2017 folgt der Einzug“, kündigt Scharf an. Das heißt aber auch, dass bis es soweit ist, alle Kollegen im Neubau (Haus C) und im früheren Bezirksamt (Haus A) enger zusammenrücken müssen. „Alle Abteilungen aus B wurden auf diese beiden Bereiche verteilt.“

Ehe die Baustelle Landratsamt abgeschlossen ist, wird noch das Denkmal an der Olympiastraße saniert. „Auch hier wird die gesamte Elektronik erneuert“, sagt Scharf. Zudem muss im Bereich des Nebeneingangs ein Aufzug eingebaut werden, um auch diesen Teil der Behörde barrierefrei zu erreichen. „Dafür werden die Toiletten im Erdgeschoss verlegt.“ Zu guter Letzt erhält das Haus einen neuen Innen-Anstrich.

Von den ursprünglichen Plänen in dem modernisierten und erweiterten Landratsamt auch die Außenstellen – das Veterinäramt und die Kommunalaufsicht von der Martinswinkelstraße sowie das Gesundheitsamt von der Partnachstraße – unterzubringen, haben die Verantwortlichen längst Abstand genommen. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist das einfach nicht möglich“, betont Scharf. Angesichts der weiter zunehmenden Flüchtlingsströme musste vielmehr das Personal im Ausländer- und im Sozialamt erhöht werden. Somit gibt es aktuell auf dem behördeneigenen Areal an der Olympiastraße keine freien Kapazitäten. Ob langfristig der Standort des Jugendamts wieder genutzt wird, sei eine Option, sagt Scharf, die man sich offen halte. „Es wird sich noch zeigen, ob dort gebaut wird.“

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