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Große Fläche: die Wiese an der Loisach im Martinswinkel. 

Eigentümer will sich von Idee nicht verabschieden

Absage für Schrebergärten auf der G7-Wiese

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Garmisch-Partenkichen - Das hätte Bernhard Raubal gut gefallen: Seine G7-Wiese hätte wieder zu einem Treffpunkt werden sollen. Doch er hat eine Absage für die geplanten Schrebergärten bekommen. 

Bernhard Raubal hat sich das ganz wunderbar ausgemalt. Seine Wiese an der Loisach im Martinswinkel, die ja schon zu Zeiten des G7-Gipfels ein Treffpunkt für junge und alte Menschen war – damals noch stellte er sie den Demonstranten zum Campen zur Verfügung – sollte wieder ein Treffpunkt werden. Und zwar dauerhaft. Der Garmisch-Partenkirchner hat sich vorgestellt, auf der 7000 Quadratmeter großen Fläche Schrebergärten zu schaffen. Aber nicht Anlagen, in denen jeder einfach so vor sich hin wurschtelt. Vielmehr sollte es „eine Begegnungsstätte“ werden, in der Kinder die Natur kennen lernen und sehen, wie Gemüse und Kräuter wachsen, wie Bienen arbeiten. Jeder Garten sollte etwa 200 Quadratmeter messen, die Flächen würde er verpachten.

Ja, so schön hat sich das Raubal vorgestellt. Interessenten, sagt er, habe es auch schon gegeben. Aber: Die Behörden spielen nicht mit. Jetzt hat ihn die Nachricht von der Marktgemeinde erreicht, die seine Bauvoranfrage von Anfang April ablehnt. Aus verschiedenen Gründen und nach Rücksprache mit allen relevanten Stellen.

Grundsätzlich ist das Gebiet als landwirtschaftlich genutzte Fläche ausgewiesen; eine Nutzung als Grabeland oder Kleingartenanlage „würde dem zuwiderlaufen“, sagt die Gemeinde. Auch hält es das Vorhaben für „nicht außenbereichsverträglich“. Der Unteren Naturschutzbehörden zufolge stellt das Projekt zudem „einen wesentlichen Eingriff in die Natur und Landschaft“ dar. Denn unter anderem würde „das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigt“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme des Marktes Garmisch-Partenkirchen. Einen wesentlichen Einwand bringt das Wasserwirtschaftsamt in Weilheim vor: Demnach liegt das Grundstück in einem im Jahr 2010 ermittelten, „vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet, in dem eine Bebauung grundsätzlich verboten ist“. Besonders dieses Argument will Raubal keinesfalls akzeptieren. Er habe sich informiert. „Da hat’s seit über 30 Jahren kein Hochwasser mehr gegeben.“

Trotz der klaren Absage seitens der Behörden: So einfach will sich Raubal von seiner Idee nicht verabschieden. Er hält Kontakt zum Wasserwirtschaftsamt und hofft weiter, dass auf seiner Wiese irgendwann Gartler und Imker werkeln.

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