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Juristisches Hickhack

Abschied von der alten Gamshütte

Garmisch-Partenkirchen - Von der abgebrannten Gamshütte ist am Wank nicht mehr viel übrig. Der Abbruch läutet wohl das letzte Kapitel im Rechtsstreit mit den Staatsforsten. Sie planen bereits die Nachfolger-Hütte.

Der juristische Streit zieht sich über Jahre. Und spitzt sich kurz vor seinem Finale noch einmal richtig zu. Denn eigentlich sollte vor Gericht geklärt werden, was mit der Brandruine der Gamshütte passiert. Die hätte der bisherige Besitzer Bernhard Raubal schon bis Ende 2015 abreißen sollen. Passiert ist am Wank aber wenig. Deshalb haben die Juristen der Bayerischen Staatsforsten Oberammergau – ihr gehört der Grund, auf dem die Gamshütte stand – eine Besitz-Einweisung gefordert. „Doch der Gerichtstermin ist kurzfristig abgesagt worden“, sagt Forst-Chef Meinhard Süß. Ein neues Datum sei nicht festgelegt worden. Stattdessen hat sich doch noch was nahe der Faukenschlucht oberhalb von Partenkirchen getan: Dort reißt Raubal seit einiger Zeit das ab, was von der Gamshütte nach dem spektakulären Brand am 4. August 2015 übrig geblieben ist. „Wir schauen zu“, sagt Süß entspannt. Denn er weiß: Gibt es keine Hütte mehr, ist auch der Streit beendet.

Letzterer war 2013 entbrannt: Zu dem Zeitpunkt ist der Pachtvertrag zwischen dem Grundbesitzer und dem Hütten-Eigner schon seit zwei Jahren ausgelaufen gewesen, ohne dass sich Raubal um eine Verlängerung gekümmert hat. Die Folge: Der definitiv letzte Vertrag endete 2015. Das Angebot, ihm die beliebte Einkehr abzukaufen, lehnte der Werdenfelser von den Forsten ab. Warum, wollte Raubal auf Tagblatt-Anfrage nicht erklären. Er steht für Auskünfte nicht zur Verfügung. Die Gamshütte war dann bis Ende November abzureißen. Dies geschah fünf Monate lang nicht. Bis jetzt. „Das lässt sich alles nicht durchschauen“, meint Süß. Aber wenn der Forst letztendlich der freie Grund zur Verfügung steht, ist auch dieses Kapitel abgeschlossen. An einem neuen arbeitet der Architekt der Behörde bereits.

 Da es sich bei dem Berggrundstück um den Außenbereich handelt, muss Süß zufolge als erstes ein Planentwurf zur Genehmigung eingereicht werden. Erst wenn der baurechtliche Vorbescheid vorliegt, gehe es um die Details der neuen Gamshütte. Sie soll ein Satteldachgebäude mit viel Holz werden – in etwa in der Größe der alten Einkehr. Übernachtungsmöglichkeiten sind nicht vorgesehen. Nach dem langen Warten seit November geht der Forst-Chef nicht davon aus, dass heuer noch viel am Wank passiert. „Ich schätze, dass wir erst 2017 bauen und 2018 fertig sind.“ Dann wird es auch Zeit: Denn wie kürzlich bei einem großen Pressetermin in Ettal zu der dort stattfindenden Landesschau 2019 bekannt wurde, ist auch die neue Gamshütte Teil des Konzepts. Vorgesehen ist ein Informationsweg und -Stand zum Thema Schutzwald, der an der Faukenschlucht seinen Anfang nehmen soll. Konkreter sind die Pläne noch nicht ausgearbeitet.

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