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Machen sich für die Farchanter SPD stark: (h. v. l.) Dr. Irmtrud Jung, Lars Croce, Martin Wohlketzetter, (M. v. l.) Monika Ott, Anja Wünderlich, (v. v. l.) Heinz Suldinger, Christine Lorenz und Christoph Sörgel.

Führungswechsel bei der Farchanter SPD

Abschied vom Bürgermeister-Macher

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Farchant - Führungswechsel bei der Farchanter SPD: Christoph Sörgel (40) tritt die Nachfolge von Heinz Suldinger (71) an. Den Kurs, den sein Vorgänger eingeleitet hat, will er weiterverfolgen und sich vor allem für „das Leben im Alter und ein behindertengerechtes Ortsbild“ stark machen.

„Es waren schöne, bewegte Jahre, doch nun ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen.“ Für Heinz Suldinger kein leichter. Sichtlich berührt mit Tränen in den Augen nahm der 71-Jährige nach acht Jahren Amtszeit seinen Hut, stellte sich nicht mehr als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Farchant zur Wahl. Seine Nachfolge tritt nun Christoph Sörgel an. „Wenn man meinen Rat braucht, stehe ich selbstverständlich noch im Hintergrund zur Verfügung“, versprach Suldinger, der sich viele Jahre auch für den Mieterbund Garmisch-Partenkirchen und als „alter Fußballer“ für den TSV Farchant engagiert hatte. Diese Ämter hat er bereits niedergelegt. Nur seinen ehrenamtlichen Besuchsdienst im Altenheim Villa Nova, den möchte der Farchanter noch nicht aufgeben.

In seinem Rückblick auf die Zeit als SPD-Vorsitzender und auf insgesamt 90 Sitzungen des Ortsvereins wurde vor allem eines deutlich: Suldinger stand seiner Partei mit Leib und Seele vor. Am Ende seiner emotionalen Ansprache bekam er von den Anwesenden einen anhaltenden und warmen Applaus, der deutlich machte, wie sehr er geschätzt und gemocht wird.

Nach seiner Rede ergriff Dr. Sigrid Meierhofer, Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, das Wort. „Heinz hat den Ortsverein zu einem Musterverein gemacht, 150 Prozent Zuwachs sprechen ihre eigene Sprache. Leider hat er mir nie verraten hat, wie ihm das gelungen ist.“ Martin Wohlketzetter schloss sich ihren Worten an und erklärte, dass er dem SPD-Urgestein persönlich sehr viel zu verdanken habe: „Vor acht Jahren standen wir vor der Frage: Wahlkampf oder Auflösung. Du hast in einen Sauhaufen Linie gebracht, den Laden dann zusammengehalten und nicht zuletzt mir zum Amt des Bürgermeisters verholfen.“

Die SPD in Farchant ist mit ihren 17 Mitgliedern zwar nicht sehr groß, stellt aber nunmehr seit 2008 den Bürgermeister und derzeit vier Gemeinderäte. Außerdem „ist der Ortsverein stets bemüht durch seine monatlichen Sitzungen politische und kommunale Themen anzureißen, damit die Bürger zu informieren und zur Mitgestaltung im Ort anzuregen und damit letztendlich Impulse in der Ortsentwicklung zu setzen“, erklärte Sörgel. Der ehemalige Schriftführer wurde nun einstimmig zum Nachfolger seines „Ziehvaters“ gewählt.

Suldinger sei nicht nur sein Vorbild, sondern er sei der Mann, der maßgeblich an dem Wahlerfolg der SPD Farchant bei den vergangenen beiden Kommunalwahlen beteiligt war, unterstrich Sörgel. Der 40-Jährige ist noch gar nicht so lange Mitglied bei der SPD, erst seit 2012, aber dafür umso engagierter. Nach zwei Jahren als Schriftführer wird er nun für (mindestens) zwei Jahre die Geschicke seines Ortsvereins lenken. „Vor allem das Leben im Alter und ein behindertengerechtes Ortsbild“ nennt er seine Ziele, die sich ja auch sein Amtsvorgänger schon auf seine Fahnen geschrieben habe. „Ich werde versuchen, seine überaus erfolgreiche Arbeit fortzusetzen“, sagte der Technische Angestellte, der nebenbei auch fürs Rote Kreuz im Einsatz ist. Da Sörgel keine Familie hat, bliebt genug Zeit für seine verschiedenen Aufgaben.

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