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Temporäre Heimstätte für mehrere Abteilungen des Landratsamts wird das „Alte Finanzamt“.

Abteilungen des Landratsamtes ziehen um

Wieder Leben im Alten Finanzamt

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Garmisch-Partenkirchen - Es kehrt wieder Leben ein ins "Alte Finanzamt" in Garmisch-Partenkirchen: Abteilungen des Landratsamtes ziehen dort ein. Zumindest vorübergehend. 

Ins „Alte Finanzamt“, das schon seit längerer Zeit leer steht, ziehen für ungefähr eineinhalb Jahre einige Abteilungen des Landratsamtes ein. Mit der temporären Nutzung des Gebäudes durch die Kommunalbehörde zeigte sich der Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen, der darüber am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung beriet, einstimmig einverstanden.

Die Marktgemeinde verhandelt derzeit mit Immobilien Bayern – ein Staatsbetrieb – über den Erwerb des Hauses. Garmisch-Partenkirchen plant, dort ein Seniorenzentrum zu errichten. Finanziert werden soll der Kauf mit Geldern der Leifheit-Stiftung. Doch sind in dieser Hinsicht noch etliche Hürden zu nehmen – vor allem rechtliche. „Unser Wunsch nach städtebaulicher Entwicklung dieses Areals ist nach wie vor gegeben. Gleichwohl wollen wir die einvernehmliche Zusammenarbeit mit dem Landkreis fortführen und diesen im Rahmen der laufenden Baumaßnahmen sachgerecht unterstützen“, lässt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) per Pressemitteilung in geschwurbeltem Amtsdeutsch wissen.

"Hätten nach anderen Möglichkeiten am Ort gesucht"

In Sachen „Altes Finanzamt“ war das Landratsamt schon vor längerer Zeit beim bayerischen Finanzministerium vorstellig geworden. Das hatte die Marktgemeinde um eine Stellungnahme gebeten, weil erster Ansprechpartner in Sachen Verkauf. Hätte sich Garmisch-Partenkirchen quergestellt, wäre die Kreisbehörde auf die Suche nach Alternativen gegangen. „Wir hätten nach anderen Möglichkeiten am Ort gesucht“, sagt Scharf. Als Ausweichquartier für die Beschäftigten zog man sogar eine Unterbringung in Containern in Betracht.

Die positive Nachricht aus dem Garmisch-Partenkirchner Rathaus kam im Landratsamt gut an. „Für uns ist das ein positives Signal“, erklärte Behördensprecher Stephan Scharf. Auf dem Gelände an der Olympiastraße 10 herrscht für die Mitarbeiter große Platznot seit man begonnen hat, das B-Gebäude zu sanieren. Die Baumaßnahmen laufen Scharf zufolge „wohl bis Mitte oder Ende 2017. Deshalb mussten wir uns nach einer Lösung umschauen. Und das Alte Finanzamt ist durch die Nähe zum Landratsamt sicher optimal.“ Welche Abteilungen an die von-Brug-Straße ausgelagert werden, steht noch nicht fest. Da dort über viele Jahre das Finanzamt untergebracht war, sind laut Scharf größere Umbauarbeiten wohl nicht nötig. Er rechnet damit, dass „kleinere Dinge wie die EDV eingerichtet werden müssen“.

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