Überzeugend, besinnlich und klar: die Isartaler Sängerinnen mit Ulrike Klöck an der Zither und (v. l.) Maria Neuner, Ulrike Baumann und Christine Neuner. Foto: munz

Adventssingen: Ein Stück Besinnlichkeit mitnehmen

Garmisch-Partenkirchen - Das Adventssingen in der Wallfahrtskirche St. Anton hat die Zuhörer auf die staade Zeit eingestimmt - auf überaus überzeugende Art und Weise.

Pater Winfried Prummer von St. Anton stellte bei seiner Begrüßung die Verbindung her zwischen Musik und Advent: „Wir sollten uns auf den Advent bewusst einstimmen lassen, denn harmonische Klänge sorgen für eine innere Bereicherung der Menschen in der oftmals so hektischen Vorweihnachtszeit." Diese Harmonie bereiteten die Sänger- und Musikgruppen während des Adventsingens in der Wallfahrtskirche.

Eingangs ließ sich das Werdenfelser Waldhornquartett mal mächtig, mal getragen mit dem „Nachruf" von Anton Bruckner hören. Leise und gefühlvoll stimmte die gastgebende Singgemeinschaft Hammersbach-Grainau unter Leitung von Hermann Unterkircher mit einer Kärntner Weise und später mit Sepp Oberhöllers „Maria, die Jungfrau von Nazareth" ein. Mit dem Verkündigungslied aus Tirol und mit „Was soll das Liacht heit bedeit'n" überzeugten die Isartaler Sängerinnen aus Wallgau, ehe die Werdenfelser Geigenmusi sauber und präzise das Menuett Nr.5 vortrug. Perfekte Männerstimmen zeichnen den Ötztaler Viergesang aus. Mal a cappella, mal mit Zitherbegleitung brillierte das Quartett. Gerade die Interpretation des bekannten „Geh' Hansei, pack dei Pinggerl zam" begeisterte. Lebendig und voller Inbrunst, reich an Gestik, selbst mit einer Portion Humor versehen, erfüllten die Sänger mit der Überlieferung aus dem Unterinntal den Kirchenraum.

Eine feste Größe sind mittlerweile Regina Wäger, Monika Mittermaier und Margit Gottwalt. Als Grainauer Dreigesang gaben sie Anette Thomas „Als Maria übers Gebirge ging" zum Besten.

So besinnlich und harmonisch die Darbietungen waren - Winfried Prummers Betrachtungen zum Advent rüttelten auf. „Wer bin ich, woher komme ich?" Diese zentralen Fragen des Lebens untermauerte der Franziskaner-Pater, der für St. Anton zuständig ist, mit dem Wunsch, lebendige Traditionen zur Adventszeit wieder mehr aufzugreifen. Staad und still - wie im Advent - hieß es auch beim Lied, das die zwölfköpfige Singgemeinschaft anstimmte. Waldhorn-, Harfen- und Geigenklänge, der Männer- und Frauengesang sowie der gemischte Chor schlossen sich an.

Überzeugend haben alle Gruppen in der voll besetzten Wallfahrtskirche St. Anton ihren musikalischen Beitrag zum Beginn der staaden Zeit geleistet. Pater Winfried hoffte, dass die Zuhörer für sich „von dieser festlichen Stunde etwas mitnehmen". Lang anhaltender Beifall belohnte die hohe Qualität der vielen Darbietungen. Die freiwilligen Spenden werden im Übrigen für die Renovierung der Kreuzwegstationen auf dem Weg zur Kirche verwendet.

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