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Stehen Rede und Antwort: Museumschefin Dr. Monika Kania-Schütz und Reinhard Engelbrecht, Baudirektor beim Bezirk Oberbayern.

Kritik der Großweiler Räte 

Unmut über Verkehrssituation

Großweil - Spatenstich wird am Freitag, 7. Oktober, auf der Glentleiten gefeiert. Das Freilichtmuseum erhält ein neues, modernes Besucherzentrum. Das Projekt wurde am Donnerstagabend im Gemeinderat Großweil vorgestellt. Dabei war Unmut zu spüren. Die Kritik bezog sich auf die Verkehrssituation. 

130 000 Besucher zählt die Einrichtung des Bezirks Oberbayern jedes Jahr. Sie alle müssen die schmale, teils relativ steile Bergstraße hoch. „Die Anlieger sind stark betroffen“, betonte Karl Steingruber (Freie Wählergemeinschaft/FW). In den nächsten anderthalb Jahren kommt dann noch der Baustellenverkehr hinzu. 

Mehrere Ratsmitglieder forderten, dass in Sachen Straße etwas passieren muss. Denkbar wäre, sie zu verbreitern oder mehr Ausweichstellen zu schaffen. Bei der Route handelt es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße. Das heißt, die Kommunen Großweil und Schlehdorf wären gefordert. So mancher Gemeinderat würde sich allerdings wünschen, dass sich auch der Bezirk einbringt. „Wir sollten eine gemeinsame Lösung für das Problem finden“, betonte etwa Luzia Schicker (FW). 

Eine Möglichkeit wäre auch, bereits vor Großweil von Richtung Murnau kommend eine separate Zufahrt anzulegen. Bürgermeister Manfred Sporer (CSU/Dorfgemeinschaft) hatte diesen Vorschlag bereits in der Vergangenheit gemacht. Im Gremium stieß er allerdings auf Widerstand. 

Am Donnerstag ging es auch um Baustellen-Lkw, die im Winter hochfahren. Bei Glatteis kann das eine heikle Angelegenheit werden. Die Räum- und Streupflicht obliegt dem Museum. „Die Baufirma wird nicht mehr hochfahren, wenn es nicht mehr geht“, versicherte Reinhard Engelbrecht, der das Baureferat des Bezirks leitet. Laut Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz gibt es keine alternative Strecke. Sie vertraut auf das Können der Lkw-Fahrer. „Das sind Profis, die machen den ganzen Tag nichts anderes.“ 

Während der Bauphase – das Gebäude soll etwa im März 2018 fertig sein – gilt in der Kreutstraße Tempo 30. Ob die Begrenzung auch dauerhaft möglich ist, wird sich zeigen. „Aktuell gibt es die rechtliche Situation nicht her“, sagte Sporer. Er hofft auf eine Gesetzesänderung. Kein Verständnis hatte Zuhörer Peter Bierling: „Das kast mich an.“ 

Ratsmitglied Josef Burkart (FW) fand es „schade“, dass der Termin mit Kania-Schütz und Engelbrecht erst jetzt stattfand. Zu einem früheren Zeitpunkt „hätte man viele Fragen aus dem Weg räumen können".

Roland Lory

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