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Richtig rund geht es auf der Alpspitzstraße bei den BMW Motorrad Days. Immer Anfang Juli kommen bis zu 40 000 Teilnehmer. 

Zu viele Flohmärkte am Hausberg?  

Alarm an der Alpspitzstraße

Eigentlich ging es im Hauptausschuss um eine Flohmarkt-Anfrage. Die Diskussion zeigte jedoch, dass Veranstaltungen nicht nur Vorteile für den Ort bringen. Die Anwohner an der Alpspitzstraße sind genervt.

Garmisch-Partenkirchen – Wenn man so will, ist Michael Eglseder „Mister Flohmarkt“ im Landkreis: In verschiedenen Orten organisiert er in den Sommermonaten Märkte. Auch am Garmisch-Partenkirchner Hausberg, wo es im Jahr 2016 vier Verkaufstage gab. Diese Zahl soll sich für heuer verdoppeln. Im Hauptausschuss, der sich mit dem entsprechenden Antrag auseinandergesetzt hat, kam es jedoch zu Diskussionen.

In deren Mittelpunkt stand eine Frage: Darf es an Sonntagen einen Flohmarkt geben oder nicht? „Aus Sicht der Verwaltung nein“, machte Ordnungsamts-Vizechef Hans Korber ganz deutlich klar. Der Grund ist recht simpel: Es geht darum, die Sonntagsruhe der Anwohner zu schützen „Es gibt ohnehin schon Beschwerden.“ Verständlich: Denn immer dann, wenn am Hausberg eine große Veranstaltung – zum Beispiel die BMW Motorrad Days mit bis zu 40 000 Teilnehmern – stattfindet, müssen die Anwohner mit den negativen Begleiterscheinungen leben. Deshalb gelte es, ihnen an den Sonntagen den Anfahrtsverkehr zu ersparen.

Worte, die der Antragsteller nicht gern gehört hat. Seine Erfahrung habe nämlich gezeigt: „An den Sonntagen haben die Leute am meisten Zeit.“ Nur ungern würde er an den vier Terminen zwischen Mai und Oktober seine Flohmärkte am Freitag und Samstag statt am Samstag und Sonntag organisieren. „Freitags ist es oftmals eine Katastrophe.“ Und nur auf die Samstage auszuweichen, sei keine Option. „Dafür lohnt sich der ganze Aufwand nicht“, sagte Eglseder.

Dafür zeigte das Gremium Verständnis. Da die Mitglieder aber auch den Einwand der Verwaltung ernst nahmen, suchten sie nach einem Kompromiss. Wie Korber erklärte, gebe es eine Ausnahme-Regelung für die Sonntage. Jedoch sei diese kaum anwendbar, wenn es um eine gewerbliche Veranstaltung wie die von Eglseder gehe. Anders sei es 2016 bei dem landwirtschaftlichen Markt gewesen, den Marco Wanke am Hausberg organisiert hatte. Mit ihm gab es bereits ein Gespräch, erklärte Eglseder, und die Idee, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen.

Das kam auch bei den Mitgliedern des Ausschusses gut an. Am Ende kam es zu folgendem Beschlussvorschlag: An einem Wochenende könnten der Flohmarkt und der landwirtschaftliche Markt gemeinsam an einem Samstag und Sonntag stattfinden. Ansonsten muss sich Eglseder mit der Freitag/Samstag-Lösung zufrieden geben.

Zu denjenigen, die in der Diskussion deutlich zur Ruhe am Sonntag Stellung bezogen haben, gehört Walter Echter (CSB). „Der Sonntag hat bei uns eine Bedeutung. Er ist wichtig – auch im Jahresablauf.“ Durch immer mehr Veranstaltungen werde dieser Grund ausgefranst.

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