Ein Polizei-Hubschrauber
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Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz.

Am Brunnenkopf

In steilstem Gelände: Kletterer (29) stürzt in den Tod - Bergung trotz Großaufgebot schwierig

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Eine Gratwanderung in Oberammergau endete am für einen Bergsteiger aus Landsberg am Lech tragisch. Der 29-Jährige stürzte in steilstem Gelände in den Tod.

Oberammergau - Eine Gratüberschreitung bei Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen endete am Valentinstag für einen Bergsteiger tödlich.

Der 29-Jährige aus dem Raum Landsberg am Lech war am Vormittag des Sonntag (14. Februar 2020) alleine zu seiner Bergtour aufgebrochen. Von Linderhof aus wollte er zum Brunnenkopf aufsteigen und dort in Richtung „Kleine Klammspitze“ klettern. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte der Kletterer dabei ab und dabei in steilstem Gelände über eine weite Strecke abwärts. Er erlag seinen schweren Verletzungen.

Oberammergau: Bergsteiger stürzt in den Tod - Großeinsatz an der „Kleinen Klammspitze“

Gegen 16.00 Uhr war der junge Mann nicht mehr erreichbar, weshalb die Integrierte Leitstelle Oberland per Notruf verständigt wurde. An den sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen waren die Bergwachten des Ammertales, Oberammergau, Unterammergau, Bad Kohlgrub, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, zwei Polizeihubschrauber und die Feuerwehr Oberammergau beteiligt. Insgesamt 35 Personen waren im Einsatz.

Tragischer Bergunfall bei Oberammergau: Mann (29) verunglückt bei Gratwanderung tödlich

Erst gegen 20.00 Uhr konnte der Vermisste mittels Wärmebildkamera lokalisiert und von der Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckt werden. Das unwegsame Gelände war für die Retter schwer zu erreichen, sodass es schließlich zunächst den Einsatzkräften der Bergwacht gelang, den Verunglückten zu Fuß zu erreichen. Wenig später trafen ein Notarzt und ein weiterer Bergretter mit Hilfe des Polizeihubschraubers ein. Vor Ort konnte jedoch nur noch der Tod des Bergsteigers festgestellt werden. Die anschließende Bergung des Leichnams wurde mit Hilfe des Polizeihubschraubers durchgeführt.

Über die näheren Umstände des Unfalles ist noch nichts bekannt. Die polizeilichen Ermittlungen werden von einem Polizeibergführer der Polizeistation Oberammergau geführt.

Bereits am Samstag (13. Februar) stürzte ein 27-Jähriger am Kehlstein im Berchtesgadener Land rund 100 Meter ab. Sein Helm rettete ihm allerdings wohl das Leben. Die Bergwacht kümmerte sich um ihn, auch seine Begleiter wurden betreut.

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