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Steil und brüchig ist der Fels am Waxenstein. Im rot markierten Bereich stürzten innerhalb einer Woche zwei Bergsteiger in den Tod.

Tragische Unfälle

Zwei Bergtote in einer Woche: Wie gefährlich ist der Waxenstein?

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Binnen weniger Tage sind am Waxenstein in den Garmisch-Partenkirchener Alpen zwei Bergsteiger gestorben. Beide verunglückten nahezu an derselben Stelle. Die Bergwacht spricht von tragischem Zufall und mahnt Bergsteiger auf der schweren Route zu besonderer Vorsicht.

Grainau– Wenn die Retter der Bergwacht Grainau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) mit zu einer Vermisstensuche ins Wettersteingebirge aufbrechen, dann immer in der Hoffnung, die Gesuchten unversehrt zu finden. Diese Hoffnung hat sich nun zweimal in kurzer Folge nicht bestätigt: Am Montag konnten die Rettungskräfte einen 33-jährigen Mittelfranken nur noch tot vom Waxenstein bergen – das zweite Todesopfer an dem Berg innerhalb weniger Tage.

Der Mann war am Sonntag allein in Richtung des anspruchsvollen, 2277 Meter hohen Großen Waxensteins aufgebrochen und von seiner Tour nicht zurückgekehrt. Ein Polizeihubschrauber entdeckte seine Leiche auf etwa 1870 Metern Höhe. Der Mann war auf dem schwierigen Steig rund 40 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben.

Erst am vergangenen Freitag hatte sich den Rettern fast das gleiche tragische Bild geboten: Einen 74-jähriger Urlauber aus dem Saarland konnten sie nach mehrtägiger Suche ebenfalls nur tot bergen. Die Leiche des bereits seit Dienstag Vermissten lag auf 1705 Höhenmetern – etwa in derselben Passage des Aufstiegs zum Waxenstein wie die Leiche des Opfers vom Montag. Der Saarländer, ebenfalls allein unterwegs, war rund 50 Meter abgestürzt.

Der Waxenstein im Wettersteingebirge

„Der Waxenstein ist landschaftlich wunderschön, aber aus sehr brüchigem Fels“, warnt Anton Vogg von der Bergwacht Grainau. Er war bei der Suche nach den Vermissten mit seinem Team im Klettereinsatz. „Ein Fehltritt oder ein lockerer Stein reichen als Auslöser für einen Absturz.“ Beim Aufstieg auf den Großen Waxenstein handle es sich um einen schmalen, rinnendurchzogenen Steig, der immer wieder von ungesicherten Kletterpartien ersten und zweiten Grades durchsetzt sei. Ein Helm sei ratsam, da Windböen oder Gämsen in dem steilen, teils senkrecht abfallenden Terrain immer wieder kleinere Steinschläge auslösten.

Wie genau die beiden Kletterer ums Leben gekommen sind und ob dem Absturz individuelle Fehler vorangingen, darüber mag Vogg nicht spekulieren. Auch die Ermittlungen der Polizei dazu laufen noch. „Das ist Zufall“, sagt der Bergretter über die beiden Todesfälle in kurzer Folge. Vor zwei Jahren seien ebenfalls in kurzer Folge zwei Bergsteiger am Kleinen Waxenstein gestorben, seitdem habe es in dem Massiv keine Todesopfer gegeben. Öfter komme es vor, dass sich Bergsteiger verletzten oder sich im Nebel verliefen.

Vogg rät deshalb auch erfahrenen Bergsteigern zu absoluter Konzentration auf der Strecke, auch wegen der nur sporadisch vorhandenen Wegmarkierungen. Zudem empfiehlt er, nicht zu spät zu der gut fünfstündigen Tour vorbei an der Höllentalangerhütte in Richtung Gipfel aufzubrechen: In der Mittagshitze bestehe die Gefahr, in Wassernot zu geraten.

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