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Alpinpark für die Zugspitze

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Die Miniatur-Ausgabe von der Aussichtsplattform Alpspix soll auf der Zugspitze entstehen.   Bayerische Zugspitbahn/Lechner
Die Miniatur-Ausgabe von der Aussichtsplattform Alpspix soll auf der Zugspitze entstehen. Bayerische Zugspitbahn/Lechner

Garmisch-Partenkirchen - Mini-Aussichtsplattform, Hängebrücke und Rodeln Winter wie Sommer: Das soll auf der Zugspitze entstehen.

Am Kreuzeck und am Osterfelder Kopf geht das Konzept der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) schon auf: Die Erlebniswelt zieht zahlreiche Gäste an. „Die Gipfelerlebnis- und Genusserlebniswege sowie vor allem die Alpspix-Plattform haben die Besucherzahlen dort um 80 Prozent steigen lassen“, berichtete der kaufmännische BZB-Vorstand Matthias Stauch. Das Erfolgsrezept soll jetzt auf die Zugspitze übertragen werden - und zwar mit einem Alpinpark. Geplant sind neben Sommer- und Winterrodelbahn ein „GletschErlebnisweg“ und ein „Minispix“, eine kleine Variante der Aussichtsplattform auf dem Osterfelderkopf, samt Hängebrücke.

Das Ziel ist es natürlich, noch mehr Gäste auf Deutschlands höchsten Gipfel zu locken. Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigte, dass es dem Unternehmen schon jetzt wirtschaftlich ganz gut geht. Aus den einst tiefroten seien mittlerweile akzeptable schwarze Zahlen geworden, sagte Stauch. Auch Bürgermeister Thomas Schmid zeigte sich erfreut, „dass wir aus den ursprünglich zwei Millionen Euro Miesen auf eine schwarze Null gekommen sind“.

Für die Aktiengesellschaft bedeutet diese schwarze Null ein Plus von 124 000 Euro zum Ende des vergangenen Jahres. Das Grundkapital liege bei 14,1 Millionen Euro, das Eigenkapital 19,2 und die Rücklagen bei 10,2 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2010/11 habe die Gesellschaft mit all’ ihren Anlagen 1,1 Millionen Gäste befördert, davon 678 452 im Winter und 427 571 im Sommer. Das habe einen Gesamtumsatz von 31,6 Millionen Euro eingebracht, verdeutlichte Stauch. Von den ausländischen Gästen auf der Zugspitze kamen 41 Prozent aus Europa, 28 Prozent aus Nordamerika und 27 Prozent aus Asien.

Aktuell beschäftigt die BZB der Bau der neuen Wetterwandeck-Seilbahn für insgesamt 9,5 Millionen Euro. Der Sechser-Sessellift soll im Oktober dieses Jahres seinen Betrieb aufnehmen. „Der Gletscherrückgang auf dem Platt zwang uns zu diesem Neubau“, erläuterte Vorstand Huber den Grund für die Investition.

Im Anschluss ging sein Kollege Stauch auf die vielen Abschnitte bei der Entstehung der Bergbahn-Gesellschaft ein. Der Startschuss fiel 1928 mit dem Bau der Zahnradbahn. 1929 kam die damals kommunale Wankbahn hinzu, 1938 der erste Hausberg-Schlepplift, 1956 die Eckbauerbahn und 1970 die Erschließung des Alpspitzgebiets.

Ein wichtiges Jahr war 1999, als die Zugspitz-AG mit der Kreuzeck- und der gemeindlichen Wankbahn-Gesellschaft fusionierte. Entstanden ist ein Unternehmen mit derzeit 275 Mitarbeitern und Personalkosten von zwölf Millionen Euro.

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