Klettersteigschulung

Rauf ins Alpspitzgebiet, um Gästen besser Auskunft geben zu können

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Um ihren Urlaubern die Gepflogenheiten und Gefahren im Gebirge auch im Tal besser vermitteln zu können, wurden Fachkräfte aus Hotel, Gastgewerbe und Tourismus zu einem Ausbildungstag im Alpspitz-Gebiet eingeladen. 24 Teilnehmer folgten der Einladung.

Garmisch-Partenkirchen – Für Urlaubsgäste im Landkreis ist es oft die erste Frage, die sie bei ihrer Ankunft stellen: „Wo geht’s denn da rauf, und wie lange brauch’ ich dafür?“ – und das verbunden mit erhobenem Finger, der auf die umliegenden Berge zeigt. Rezeptionisten, Hoteliers und Gastronomie-Fachkräfte müssen dann spontan als Bergführer herhalten.

Damit sie ihren Gästen eine kompetente Antwort geben und mit Fachwissen glänzen können, lud das Bergsport-Fachgeschäft „WN alpin“ aus Garmisch-Partenkirchen in seine Räumlichkeiten zu einer Bergschulung ein.

Mit der alpinen Sportschule „Die Bergführer“ aus Ohlstadt und der Zugspitz Region GmbH veranstaltete Inhaber Werner Niedermaier zum ersten Mal diesen Ausbildungstag. Fachkräfte aus Hotel, Gastgewerbe und Tourismus bekamen von erfahrenen Alpinisten einen Klettersteig- und Wanderunterricht.

Den Gästen Auskunft gegen können

Bei dieser detaillierten Schulung lernten die 24 Teilnehmer so einiges. „Wie die richtige Einschätzung der Lage im Wetterstein, Karwendel, Estergebirge und in den Ammergauer Alpen“, sagt Niedermaier. Auch die Orientierung sei stets ein Thema, mit dem viele zu kämpfen haben.

Die wichtigsten Fragen an diesem Tag: Wo muss ich einen Gast hinschicken, wenn er eine geführte Bergtour absolvieren möchte? Wo leihe ich mir am besten eine Ausrüstung aus? Welche alpinen Tipps kann der Vermieter seinen Gästen schon vor einer Bergtour geben?

Gleichzeitig verriet Niedermaier die Geheimtipps für den Sommer wie beispielsweise „den prachtvollen Anblick von 400 Schafen, die im Sommer an der Bockhütte im Reintal weiden“.

Zusammenarbeit mit Zugspitz Region GmbH und Die Bergführer

Der praktische Teil des Unterrichts fand auf dem meist begangenen Berg im Landkreis statt: der Alpspitze. „Hier sind kinderleichte Gebirgspfade bis hin zu schwierigen hochalpinen Touren möglich“, sagt Franz Perchtold, Geschäftsführer der Ohlstädter Bergsportschule.

Der staatlich geprüfte Bergführer zeigte seinen sportlichen Begleitern beispielsweise das richtige „Umhängen“ im Steig. Das bedeutet, dass einer der beiden Karabiner stets sicher am Drahtseil hängen muss – wenn eine Fixierung umgangen oder in die Ruhe-Position gewechselt wird. Zudem lernten die Teilnehmer die alpinen Gefahren rechtzeitig zu erkennen und die eigenen Fähigkeiten wesentlich besser einzuschätzen. Dieses Wissen sollen die Fachkräfte künftig an ihre Urlaubsgäste weitergeben. „Man sollte einfach wissen, wovon man redet“, erklärt Werner Niedermaier. Denn er hat selbst viele Urlaubsgäste in seinem Bergsportgeschäft, die dringend Rat benötigen.

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