AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

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Um diesen Bereich geht es: Der Plan des Siegerentwurfs der „t17“-Architekten.

Dorfentwicklung Oberammergau

Am Sternplatz geht’s los

Oberammergau - Der Gemeinderat hat eine Grundsatz-Entscheidung getroffen: Das Dorfzentrum wird – im Idealfall in den nächsten zwei Jahren – neu gestaltet. Beginnen sollen die Arbeiten im nächsten Jahr.

Mit der Frage, wie die Dorfstraße zwischen Max-Streibl und Sternplatz in Oberammergau aufgewertet werden kann, haben sich in den vergangenen Monaten sechs Architekturbüros beschäftigt. Seinen Abschluss hat der Wettbewerb zur Dorfentwicklung Ende Februar gefunden, als das Preisgericht Ideen der „t17“-Architekten gekürt hat. Der Meinung, dass ihre Ansätze die besten sind, hat nun auch der Gemeinderat geteilt.

Was daran so herausragend ist, erklärte Professorin und Landschaftsarchitektin Bü Prechter, die beim Preisgericht den Vorsitz hatte. „Es gibt eine Leitidee“, sagte sie zu den Plänen. Darin würden die Plätze im Oberammergauer Dorfzentrum zum einen miteinander thematisch verbunden. Zum anderen so, dass es keine gravierenden Übergänge zum Altbestand oder den im Jahr 1992 sanierten Bereich der Dorfstraße gibt. Alt und neu werden miteinander verwoben. „Eine tolle Lösung“, unterstrich die Expertin.

Auch deshalb, weil das Konzept eine gewisse Ruhe ins Ortsbild bringen wird. Dieser Punkt ist für Oberammergau in ihren fachmännischen Augen sehr wichtig. Denn: „Alles ist sehr quirlig“, beschreibt sie die Situation. Anders als in anderen Orten gebe es im Dorf keine geraden Häuserreihen. Einige Gebäude sind nach hinten, andere nach vorne gerückt. Manche seien wie hingewürfelt angeordnet. „Für Planer ist das bemerkenswert.“

Das Siegerkonzept sieht vor, die Aufenthaltsqualität für die Menschen in der Dorfstraße und der Ludwig-Thoma-Straße, der Verlegergasse, am Max-Streibl-Platz und in der Bauhofgasse zu verbessern. Die Bereiche sollen durch Hilfsmittel wie einem neuen Bodenbelag in Granit aufgeweitet werden. Zugleich werden der Fahrbereich reduziert und auf diese Weise Verkehrsberuhigung erreicht.

„Dabei handelt es sich um einen Vor-Vor-Entwurf“, stellte Prechter klar. Nicht jeder Baum, der in diesem frühen Stadium in den Plänen eingezeichnet ist, wird später dort noch erscheinen. Das „Kuriosum Kastanie“ am Max-Streibl-Platz – um die in der Vergangenheit politischer Streit entbrannt ist – sei auch vom Preisgericht „heftig diskutiert“ worden.

Der Sieger-Entwurf sieht jedenfalls vor, dass der alte große Baum einem neuen weichen muss. „Aus städtebaulicher Sicht kann man das alles begründen“, sagte Prechter. Ein Punkt, über den bei der Präsentation nicht weiter gesprochen wurde. Eine inhaltliche Auseinandersetzung im Gemeinderat dürfte erfahrungsgemäß folgen.  Ähnlich war es bei den notwendigen Investitionen für die Dorfentwicklung – die in der Sitzung nicht konkret benannt wurden. Nur so viel: Bei den förderfähigen Kosten sind der Verwaltung zufolge 60 Prozent an Zuschüssen zu erwarten. Erst als Markus Köpf (CSU) nachhakte, erklärte Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei): Die restlichen 40 Prozent liegen zwar bei der Gemeinde, diese werde aber die Anwohner über die Straßenausbausatzung mit ins Boot holen. „Dabei geht es aber nicht um die tatsächlichen Kosten.“ Die Bürger müssten nur für standardisierte Sätze aufkommen.

Mehrheitlich entschied sich das Gremium dafür, die „t17“-Architekten mit der Umsetzung der Planungsaufgabe zu beauftragen. Dies soll in den Jahren 2018 und 2019 erfolgen. Nach und nach, wie Nunn betonte. „Es wird in dem Gebiet nicht überall Baustellen geben.“ Auf Nachfrage von Kristina Rupprecht (BIO) unterstrich Bernd Sedlmaier vom Bauamt aber, dass folgender Ablauf schon realistisch sei: 2017 soll geplant werden, in den nächsten zwei Jahren dann gebaut. Zu den ersten Abschnitten könnte Nunn zufolge dabei der Bereich um den Sternplatz gehören.

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