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Beim Redaktionsbesuch geben Christian Loth (r.) und Arno Nunn die Entscheidung bekannt.

Nachfolger soll Ende März feststehen

Ammergauer Alpen: Christian Loth "geht ins Kloster"

Oberammergau - Überraschender Wechsel: Der Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH hört auf. Am 1. Juli tritt Christian Loth seine neue Stelle an. 

Norderney, Hamburg, Niedersachsen und Düsseldorf waren seine vorherigen Stationen. Dann – im Juni 2011 – führte ihn sein Weg ins Ammertal. Ein Preuße im tiefsten Bayern. Knapp fünf Jahre wirkte Christian Loth seitdem als Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH. Großereignisse wie die Landesausstellung 2018 in Ettal und die Passion 2020 stehen in wenigen Jahren an. Einen Tourismus-Verantwortlichen Loth wird es da im Tal nicht mehr geben.

Völlig überraschend hat jetzt der 33-jährige Diplom-Betriebswirt zum 30. Juni seine Kündigung eingereicht: Er verlässt die Ammergauer Alpen – „und geht ins Kloster“. In der Benediktinerabtei Ettal übernimmt Christian Loth zum 1. Juli eine neugeschaffene Stelle bei den Klosterbetrieben, als Leiter Projektmanagement und Kommunikation und in enger Kooperation mit dem Cellerar Pater Johannes Bauer.

Für den beruflichen Wechsel führt der gebürtige Niedersachse mehrere Gründe an: „Ich will wieder mehr projektbezogen arbeiten, nicht so sehr auf der administrativen, politischen Ebene. Außerdem bin ich in einem Alter, in dem man noch gut was Neues anfangen kann.“ Zwei bis drei Angebote lagen dem ausgewiesenen Tourismus-Experten vor, auch aus seiner früheren Heimat. Doch ein Ortswechsel waren für Loth und seine Frau Lisa, die seit kurzem bei der Kreisentwicklungsgesellschaft als Regionalmanagerin tätig ist, kein Thema: „Ich bin ewig dankbar, dass man mir die Chance gegeben hat, hier zu arbeiten. Wir wollen nicht mehr weg“, schwärmt der 33-Jährige, der mit Frau und dem zweijährigen Sohn inzwischen in Partenkirchen heimisch geworden ist. Seinen künftigen Arbeitgeber ordnet der Noch-Geschäftsführer der Ammergauer Alpen „als langfristige Geschichte und höchst interessanten Wirkungsbereich“ ein, gerade im Hinblick auf die Landesausstellung in zwei Jahren.

„Mit Bedauern, aber auch mit Verständnis“ reagierte Oberammergaus Bürgermeister und GmbH-Gesellschafter Arno Nunn auf die Entscheidung von Christian Loth: „Wir hätten ihn wirklich sehr gerne behalten, denn er hat in den knapp fünf Jahren die Region vorangebracht und sehr gute Arbeit geleistet, die sich über den Landkreis hinaus herumgesprochen hat. Sein Schritt, etwas Neues zu wagen, ist aber absolut nachvollziehbar.“ Nach der Kündigung Loths soll nun die Stelle umgehend ausgeschrieben werden, und nach Möglichkeit der Nachfolger beziehungsweise die Nachfolgerin bis Ende März feststehen, um im Sommer einen nahtlosen Übergang zu schaffen. Nunn rechnet „mit zahlreichen Bewerbungen für diesen überaus attraktiven Posten“.

Ludwig Hutter

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