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Seit über vier Jahren gesperrt - der Ammerweg zwischen Unter- und Oberammergau.

Bauarbeiten zur Verlegung starten am 6. November

Ammerweg – los geht‘s mit der Sanierung

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Es war fast eine unendliche Geschichte, mit dem Ammerweg zwischen Unter- und Oberammergau. Doch jetzt gibt es frohe Kunde.

Oberammergau – Seit Juni 2013 ist der beliebte Ammerweg, der westlich am Rande des Naturschutzgebiets Pulvermoos entlang führt, wegen Setzungen und tiefer Risse gesperrt. Unzählige Gespräche und Treffen fanden seither statt. Jetzt endlich scheint die Sache in Bewegung zu geraten: Wie das Wasserwirtschaftsamt Weilheim als Träger der Baumaßnahme bestätigt, wird mit der Sanierung am Montag, 6. November, begonnen. Es geht dabei insbesondere um zwei Teilstücke im Mittelteil von insgesamt 650 Metern Länge, wo der Verlauf des Weges um fünf Meter nach innen Richtung Moos verlegt und neu angelegt wird. Bis Weihnachten soll das Ganze abgeschlossen und die Verbindung dann auch wieder frei begehbar sein. Kostenschätzung für diese Baumaßnahme – knapp 100 000 Euro.

Sind die Verhandlungen und Entschädigungen auf Unterammergauer Flur inzwischen abgeschlossen, fehlt beim Nachbarn noch immer ein kleines Mosaiksteinchen mit gerade mal rund 200 Quadratmetern. Mit dem betroffenen Grundbesitzer konnte bisher noch keine Einigung erzielt werden. Abteilungsleiter Johannes Riedl vom Amt in Weilheim: „Wir hoffen noch immer, dass wir hier zu einer Einigung kommen. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen wir eine vorzeitige Besitzeinweisung vornehmen.“ Auch Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn wünscht sich eine einvernehmliche Lösung mit dem Grundstücksbesitzer: „Wir sind nach wie vor bereit, die Parzelle zu tauschen, und haben ein entsprechendes Angebot unterbreitet.“

Renaturierung erst für 2018 geplant

Hatte man ursprünglich geplant, die Wegeverlegung sowie die ebenfalls unbedingt notwendige Stabilisierung der Ammerböschung in einem Zug abzuwickeln, so hat man davon inzwischen Abstand genommen. Beides zusammen hätte zuviel Zeit in Anspruch genommen. Mit der Stabilisierung der Flusssohle sowie der Abflachung und Befestigung der Böschung soll erst 2018 begonnen werden. Dafür ist von einem Finanzrahmen von 1,2 Millionen Euro auszugehen, wobei schon Fördergelder von 120 000 Euro vom Freistaat bewilligt sind.

In beiden Gemeinden liegt derzeit – noch bis Freitag – eine amtliche Bekanntmachung über den Gewässerausbau an der Ammer sowie die Verlegung des Unterhaltungsweges zur Einsichtnahme für interessierte Bürger aus. Auch ein entsprechender Plan über das Vorhaben ist Teil der öffentlichen Auslegung.

Dass dieser beliebte Weg an der Ammer bald wieder offen ist und die Sperrung aufgehoben wird, dürfte vor allem Fußgänger und Radfahrer freuen. Auch das Wasserwirtschaftsamt sowie die Bauern sind auf diese Verbindung zur Bewirtschaftung der Streuflächen angewiesen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Anfragen und Kritik, warum denn bei der Sanierung nichts vorangehe. Jetzt endlich wird losgelegt. Ob dann nächstes Jahr, wenn die Renaturierungsarbeiten beginnen, wieder mit Einschränkungen und Sperrungen zu rechnen sein wird, bleibt abzuwarten.

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