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In Nizza ist am Donnerstagabend, gegen 23 Uhr am französischen Nationalfeiertag, ein Lkw über eine Strecke von zwei Kilometern durch eine Menschenmenge gerast.

So geht's den 24 Schülern

Anschlag in Nizza: Werdenfels-Gymnasiasten auf Studienfahrt 

Garmisch-Partenkirchen/Nizza - Wieder ein Anschlag, wieder Frankreich: Bei dem Attentat in Nizza starben 84 Menschen. Darunter auch deutsche Schüler. Auch die Q11 des Werdenfels-Gymnasiums war zum Zeitpunkt der Tragödie vor Ort. Aber es gibt Entwarnung. 

Schon wieder ein Attentat, schon wieder in Frankreich. Offenbar mit terroristischem Hintergrund. Ein Lkw ist am Donnerstagabend gegen 23 Uhr in Nizza durch eine Menschenmenge gerast. Über 80 Menschen starben. Der Fahrer, ein 31-jähriger Franko-Tunesier, wurde von der Polizei erschossen.  Unter den Opfern sollen auch drei Deutsche sein, zwei Schüler und eine Lehrerin aus Berlin. 

Während der Anschlag ganz Frankreich, die ganze Welt, in Trauer versetzt, überwiegt bei den Eltern der Elftklässler des Werdenfels-Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen die Erleichterung. Ihre Kinder hielten sich zum Zeitpunkt der Todesfahrt im Rahmen einer Studienfahrt in der französischen Hafenstadt auf. Doch Direktor Tobias Schürmer kann Entwarnung geben. "Sie sind alle wohlauf." Und seit Freitagvormittag auf der Heimreise. "Wir sind alle maßlos erschüttert", sagt er auf Tagblatt-Nachfrage. "Aber auch dankbar."

Schulleiter Schürmer hat die erlösende Nachricht in der Nacht auf Freitag erhalten. Die Polizei hatte ihn verständigt, nachdem eine betroffene Mutter die Beamten informierte. Freitagfrüh telefonierte er schließlich mit den beiden Lehrern, die die Klassenfahrt begleiten. Auch ihnen geht es gut.

Einige Schüler haben schreckliche Stunden hinter sich. Wie eine Mutter berichtet, haben ein paar Schüler in einem Restaurant gesessen, als plötzlich ein Kellner ihnen empfahl, sich in der Toilette zu verstecken. Dort legten sie sich auf den Boden, aufeinander. Ein Bursch schützend ganz oben. 

Später trauten sie sich raus. Liefen zurück zum Hotel. Auf der Straße wurden sie von Polizisten aufgefordert, sich schnellstmöglich dorthin zu begeben. Gegen 1.20 Uhr waren dort schließlich alle Schüler der Reisegruppe angekommen. 

Schürmer ist es nun wichtig, dass für die betroffenen Schüler und Lehrer psychologische Angebote zur Verfügung stehen, die sie annehmen können. 

Es ist nicht das erste Mal, dass die Schule mit einem Attentat in Frankreich konfrontiert wird. Die Schule verlor bei den Attentaten am 13. November 2015 in Paris einen ehemaligen Schüler. Raphael H., damals 28, ein zu Schulzeiten erfolgreicher Basketballer, kam bei den Schüssen auf das Restaurant Le Petit Cambodge ums Leben. Der Garmisch-Partenkirchner wohnte und arbeitete nach seinem Architekturstudium an der TU München in der Hauptstadt.

Alle Informationen zum Anschlag in Nizza gibt's hier im Ticker 

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