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Bitte friedlich: Was beim G7-Gipfel galt, soll auch für die Demonstration am Sonntag gelten.

US-Army in Europa hat Sicherheitswarnung ausgegeben

Anti-Terror-Demo in Garmisch-Partenkirchen sorgt für Aufregung

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Garmisch-Partenkirchen - Ein Zeichen gegen Terrorismus – das will Ilknur Cabir setzen. Deshalb hat sie für Sonntag einen Friedensmarsch in Garmisch-Partenkirchen angemeldet. Die Sorge, dass ihre Demonstration wie die vor einer Woche in Aschaffenburg gewaltbereite PKK-Anhänger besuchen, teilt sie nicht.

München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hannover, Hamburg – und auch Garmisch-Partenkirchen. Am Sonntag, 10. April, wird demonstriert – für Frieden sowie gegen den Terror in der Türkei und in Europa. Hinter den Märschen in den Großstädten steht die Initiative AYTK-Mütter. Wer sich dahinter verbirgt, ist unklar. In einer Ankündigung wird sie als unabhängiges Bündnis bestehend aus türkischen und kurdischen Müttern bezeichnet.

Den Protest in der Marktgemeinde organisiert Ilknur Cabir. Um 11 Uhr treffen sich die Teilnehmer am Rathausplatz, um dann Richtung Bahnhof zur Zwischenkundgebung und schließlich zum Richard-Strauss-Platz zu ziehen. „Ich wusste nichts von den anderen Veranstaltungen, damit hängen wir nicht zusammen“, betont die 31-Jährige. Ihr gehe es nicht um ein politisches Statement, sondern allein darum, ein Zeichen für den Frieden und gegen den weltweiten Terror zu setzen. Natürlich waren es gerade die verheerenden Anschläge in der Türkei – in Ankara, Istanbul und Diyarbakir starben allein im März mindestens 49 Menschen – , die die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin zu diesem Schritt veranlassten. „Zusammen ist man stark“, meint sie. Deshalb „will ich zur Einigkeit aller Nationen gegen die Gewalt aufrufen“. Und damit möchte sie nicht nur ihre türkischen Mitbürger ansprechen, sondern alle, die in der Marktgemeinde leben.

Als „Friedensmarsch für die Türkei und die ganze Welt“ kündigt sie ihre Demonstration im sozialen Netzwerk Facebook an und ahnte dabei nicht, was für ein Echo sie damit hervorruft. Die US-Army in Europa hat für Garmisch-Partenkirchen wie auch für die anderen Veranstaltungsorte Sicherheitswarnungen ausgegeben. Den Amerikanern zufolge sei das Gewaltpotenzial als hoch einzustufen, sollten sich Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK unter die Demonstranten mischen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass es wegen Straßensperrungen zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.

Keine Stellungnahme zu Elisabeth Kochs Kritik

Für Thomas Holzer, stellvertretender Leiter der hiesigen Polizeiinspektion, ein übliches Vorgehen. Was ihn und seine Kollegen am Sonntag erwartet, kann er derweil noch nicht sagen. „Wir beobachten das Ganze schon im Vorfeld und sind natürlich mit entsprechenden Kräften vor Ort“, kündigt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, an. Am Mittwoch Nachmittag fand ein Kooperationsgespräch mit allen Beteiligten im Landratsamt statt. Dieses muss als Sicherheitsbehörde die Genehmigung für Demonstrationen erteilen. Ein Ergebnis ist nach Auskunft von Sprecherin Franziska Klein erst heute Mittag zu erwarten. Bis dann „lässt sich beurteilen, ob der Zug wie geplant stattfinden kann, ob eine Gefährdungslage besteht und welche Sicherheitsauflagen gegebenenfalls nötig werden“.

Zu der Kritik über den schlechten Informationsfluss, die Elisabeth Koch als Vorsitzende der CSU-Fraktion im Gemeinderat an Landrat Anton Speer (Freie Wähler) richtete, äußerte sich Klein nicht. Die Ausschreitungen bei einer ähnlichen Demo in Aschaffenburg vor einer Woche hatten Koch veranlasst, ihre Bedenken zu äußern und vor allem Aufklärung zu fordern.

Anliegen der Veranstalterin: friedlich gegen Terror zu demonstrieren

Was Cabir derweil verwundert, sind die enormen Provokationen und Attacken unter der Gürtellinie, die ihre Veranstaltung auf Facebook hergerufen hat. „Da waren richtige Beleidigungen dabei, sehr unschön.“ Reaktionen, die die junge Mutter nicht nachvollziehen kann. Ihr einziges Anliegen sei es, am kommenden Sonntag friedlich gegen Terror zu demonstrieren. Eine Aktion, für die sie im Freundes- und Bekanntenkreis viel positiven Zuspruch bekam – „auch von Deutschen“. 500 bis 600 Teilnehmer erwartet sie bei ihrem Friedensmarsch und hofft, „dass auch viele Garmisch-Partenkirchner kommen“. Das Anliegen sollte schließlich alle einen.

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