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Nur strahlende Gesichter: (v. l.) AOK-Pressesprecher Robert Allmann, Direktor Stefan Schackmann, Dr. Sigrid Meierhofer, Landrat Anton Speer, KEG-Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck und AOK-Bereichsleiter Udo Nagelschmidt sehen Florian Schindlbeck bei der Arbeit zu.

Persönlicher Kontakt zwischen Kunde und Berater soll bleiben

AOK: "Wir sind Marktführer im Oberland"

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Garmisch-Partenkirchen - Die AOK investiert weiter in den Standort Garmisch-Partenkirchen, während sich Mitbewerber aus der Region zurückgezogen haben: 15 neue Stellen hat die Krankenkasse im Bereich Telefonservice-Center geschaffen. 

Die AOK Garmisch-Partenkirchen ist die Nummer eins – im Landkreis sowie in der Region Weilheim-Schongau. Und das mit großem Abstand, seit sich Mitbewerber wie die Barmer GEK – immerhin Deutschlands zweitgrößte Krankenkasse – mehr und mehr aus der Fläche zurückziehen und das Feld der Allgemeinen Ortskrankenkasse überlassen. „Wir sind Marktführer im Oberland“, sagt Direktor Stefan Schackmann. Dieses Statement lässt sich durch nackte Zahlen unterfüttern. Allein 50 Prozent der Beschäftigten, die in den beiden Landkreisen einem sozialversicherungspflichtigen Job nachgehen, sind Mitglied bei der AOK. 700 kamen allein 2015 von anderen Krankenkassen.

Vor allem der Service und die erweiterten Leistungen – bis zu 250 Euro im Jahr für zum Beispiel Zahnreinigung und verschiedene Reiseimpfungen – die angeboten werden, sind Schackmann zufolge für viele ein Wechselgrund. Das kann Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) bestätigen: Die Krebsvorsorgeuntersuchung für Frauen ist ein Argument, das weiß ich aus meinem Bekanntenkreis“, sagt die Bürgermeisterin. Sie teilt mit, dass rund drei Viertel der Gemeindebeschäftigten die Versicherungskarte der AOK beim Arzt vorzeigen. Aber auch die Kosten spielen eine Rolle. „Wir liegen nicht über dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent“, erklärt Schackmann.

Beiträge hin, erweiterte Leistungen her. Für die Kunden zählt auch der Wohlfühlfaktor – und der scheint zu stimmen. „Unsere Zufriedenheitswerte sind gut“, erklärt Bereichsleiter Udo Nagelschmidt. Für die Versicherten ist das persönliche Gespräch noch immer von großer Bedeutung. Allein im vergangenen Jahr zählte die AOK in einer der sechs Geschäftsstellen – Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Murnau, Penzberg, Weilheim, Schongau – 42.000 Besucher. Aktuell kümmern sich um diese 164 Beschäftigte und elf Auszubildende. „Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Kunden“, sagt Schackmann.

AOK reagiert mit Personal-Offensive

Doch auch die sind im Wandel begriffen – und darauf reagiert die AOK mit einer Personal-Offensive. Am Standort Garmisch-Partenkirchen existiert seit Mitte 2015 ein Telefonservice-Center, das laut Schackmann nichts mit dem, was man unter einem herkömmlichen Call-Center versteht, zu tun hat. „Bei uns werden die Fälle und Anfragen behandelt und abgeschlossen.“ Fast allein unter 14 Frauen – zur Mannschaft gehört noch ein Mann – ist dabei Teamleiter Florian Schindlbeck, in seiner Freizeit Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberau. „Das ist das Kontrastprogramm zur Feuerwehr, bei der ich es fast nur mit Männern zu tun habe“, scherzt er. Die meisten Gespräche, mit denen es die neue Abteilung zu tun bekommt, stammen aus dem Oberland bis nach Rosenheim. Allerdings nicht nur. Laufen die Drähte in anderen bayerischen AOK-Direktionen heiß, kann es sein, dass am anderen Ende der Leitung Kunden aus ganz Bayern sind.

Dass in den Standort Garmisch-Partenkirchen investiert wird, findet Landrat Anton Speer (Freie Wähler) gut. Er nennt es „ein Bekenntnis zur Region“, in der „Gesundheit eine Wachstumsbranche ist“. In die viel Geld fließt. „Wir zahlen jeden Arbeitstag eine Million Euro“, sagt Schackmann. Allein 40 Prozent der 250 Millionen, die die heimische AOK pro Jahr ausgibt, gehen an die Kasse des Klinikums. Eine stolze Zahl. Auch in dieser Hinsicht ist die AOK mit Sicherheit die Nummer eins im Landkreis.

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