Rede und Antwort steht Sabrina Blandau. foto: joho

Appell an die Vermieter

Oberes Isartal - Nur 60 Prozent der Betten im Isartal sind während des G7-Gipfels belegt. Nun versucht die Alpenwelt-Karwendel-GmbH, weitere Vermieter zu mobilisieren.

15 000 Polizeibeamte, 5000 Journalisten und tausende Demonstranten - mit diesen Zahlen rechnet der Planungsstab der Polizei während des G7-Gipfels Anfang Juni in Schloss Elmau. Doch wo sollen sie alle unter kommen? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell die Alpenwelt-Karwendel-GmbH.

Deren Geschäftsführerin Sabrina Blandau appellierte deshalb bei einem Informationsabend im Wallgauer Haus des Gastes an die Vermieter, ihre Kapazitäten offen zu legen. Denn momentan seien erst 60 Prozent der Isartaler Betten während des Gipfeltreffens belegt. „Wenn noch wer ein Zimmer frei hat, wäre es von Vorteil, wenn er uns das mitteilt“, sagte Blandau. „Dann könnten wir sie bei Anfragen vor dem Gipfeltreffen in Juni nochmals kontaktieren. Alles unverbindlich.“ Dabei sollten die Gastgeber sich auch an Gapa-Tourismus wenden. Bisher böten „leider nur fünf Prozent der Isartaler Vermieter“ im benachbarten Garmisch-Partenkirchen ihre Zimmer an.

Gleichzeitig gab Blandau nochmals eine Übersicht über die Personalstrukturen der GmbH, einen Rückblick auf 2014 sowie eine Vorschau auf das laufende Jahr. „Wir werden heuer das Thema elektronische Gästekarte weiter intensivieren.“ Dieses Angebot soll in den kommenden Monaten erweitert werden. Künftig soll es möglich sein, diese auch als Skilift-Karte für den Kranzberg oder als Eintrittskarte für Museen zu nutzen.

Positive Zahlen konnte Blandau auch in Sachen Internet vorweisen. „Wir hatten im Vorjahr 1,2 Millionen Klicks auf unsere Homepage.“ Auch 70 000 User besuchten die mobile Seite von ihrem Smartphone aus. „Auch im sozialen Netzwerk hat sich viel getan. Wir haben mittlerweile 16 000 Fans bei Facebook.“

Eine große Herausforderung wird sein, die Bilddatenbank zu aktualisieren. „Wir haben etwa 5000 Bilder, die gesichtet und aussortiert werden müssen.“ Damit will man bis zum Gipfeltreffen im Juni ein „breites Foto-Angebot für Journalisten anbieten“. Diese seien wichtig, da man „die Alpenwelt auch medial bekannter machen will“.

Zudem werden „die Abläufe in den Touristinfos vereinheitlicht, vor allem bei den Anmelde-Modalitäten“, versprach die Geschäftsführerin. Die Gästebroschüre „Alpenwelt Karwendel im Blick“ wird künftig alle drei Monate „auf Englisch erscheinen“. Damit sollen die Veranstaltungen in den drei Orten auch einem internationalen Publikum präsentiert werden.

Blandau appellierte an die Vermieter, vemehrt im Internet-Bereich tätig zu sein. „Bei nur 50 Prozent der Gastgeber können Zimmer online gebucht werden, und nur 65 Prozent nutzen unseren Newsletter.“ Dass sollte sich ändern, um „am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben“. joho

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