Berichterstatter: Rathauschef Karl Schwarzberger (r.) gibt seinen Bürgern einen Überblick über die Entwicklung der Gemeinde Schwaigen. foto: Lory

Arbeiten am Kombi-Bau laufen auf Hochtouren

Schwaigen - Die Arbeiten am Kombi-Bau Kindergarten/Rathaus in Grafenaschau schreiten gut voran. Heuer noch soll das Dach drauf, sagte Rathauschef Karl Schwarzberger in der Bürgerversammlung an.

Das Großprojekt Rathaus/Kindergarten in der mit rund 650 Einwohnern kleinsten Landkreis-Gemeinde Schwaigen ist schon seit Jahren geplant. Es war nicht unumstritten. Im vorigen Jahr kam es sogar zum Bürgerentscheid. Doch die Initiatoren scheiterten. Sie hatten eine Gesamtplanung für die Bauprojekte eingefordert, wobei ein Architekt und die Bürger einbezogen werden sollten.

Die Querelen sind vorbei, der Neubau ist mittlerweile voll im Gang. Ins Parterre kommt der Kindergarten, wobei ein Gruppenraum, ein Nebenraum, ein Zimmer für die Leiterin, eine Küche, ein WC und ein Lager geplant sind. Die Einrichtung soll im September 2012 in Betrieb gehen.

Im ersten Stock wird die Gemeindeverwaltung untergebracht. Das Konzept sieht vor, eine Kanzlei, ein Bürgermeister-Zimmer, einen Sitzungsraum, eine Registratur, eine Teeküche, ein zusätzliches Büro sowie zwei Toiletten zu schaffen. Das Gebäude soll durch Geothermie beheizt werden. Das Bauvorhaben wird schätzungsweise eine Million Euro kosten.

Auf 400 000 Euro taxieren die Verantwortlichen hingegen den geplanten Anbau ans Feuerwehrhaus. Dort soll ein 18 mal 12 Meter großer Mehrzweckraum entstehen, der für Versammlungen und Sport dient. Hinzu kommen eine Verteilküche und Toiletten. Im Untergeschoss sollen die örtlichen Schützen einen neuen Schießstand bekommen. Die Gemeinde stellt den Rohbau, den Rest will der Verein selber besorgen. Der Bauantrag liegt bereits beim Landratsamt. „Wir haben aber noch keine Genehmigung erhalten“, berichtete Bürgermeister Schwarzberger im Floriansstüberl vor rund 25 Interessierten.

So sei etwa noch zu klären, ob das Mehrzweck-Gebäude so betrieben werden kann, dass die Lärm-Vorschriften eingehalten werden. Auch die Stellplätze seien noch ein Thema, erklärte Schwarzberger. Für den Anbau ans Feuerwehrhaus ist eine Pellets-Heizung vorgesehen. Der Rathauschef stellte eines klar: „Die Gemeinde wird sich nie auf finanzielle Abenteuer einlassen.“

Martin Gratz, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt, bescheinigte der Kommune eine weiterhin geordnete Haushaltslage. Dies werde wahrscheinlich auch die nächsten Jahre noch so sein - sofern sich in der großen Politik nichts grundlegend ändere.

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt aktuell etwa 45 Euro. Bei Gemeinden vergleichbarer Größe ist sie um ein vielfaches höher.

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