Neue Route: Statt über die B2 soll der Verkehr nach dem Autobahnende durch den Auerbergtunnel (rot-gestrichelte Linie) geleitet werden. Grafik: Autobahndirektion Südbayern

Auerbergtunnel: Genehmigungsverfahren eingeleitet

Eschenlohe - Wichtiger Schritt gegen die Verkehrsprobleme im Loisachtal: Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren für den Auerbergtunnel eingeleitet.

Nachdem die Arbeiten für den Kramertunnel bereits in vollem Gange sind und Baurecht für die Ortsumfahrung von Oberau besteht, wird jetzt das Projekt Auerbergtunnel zwischen Autobahn-Ende und Oberau in Angriff genommen. „Es ist das letzte Stück einer großen Gesamtmaßnahme“, betont Nadine Lewandowski, die Pressesprecherin der Autobahndirektion Südbayern.

Die Behörde ist für die Planung und Umsetzung des 100-Millionen-Euro-Projektes zuständig. Die Verlegung der Bundesstraße 2 in einen 1,9 Kilometer langen Tunnel soll das letzte Puzzle-Stück sein, um die Stauprobleme in diesem Bereich zu beseitigen.

Damit allein ist es nicht getan: Auf einer Länge von 3,8 Kilometern wird die B2 neu gestaltet. Vom Autobahn-Ende führt eine neue Trasse in den neuen Tunnel. Fahrzeuge aus Richtung Murnau werden über einen Kreisverkehr an der Autobahn-Anschlussstelle Eschenlohe in die neue Trasse der B2 geleitet.

Das Planfeststellungsverfahren soll bis Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. Bis dahin gilt es, Emissons-, Wasser- und Naturschutzfragen zu klären. Auch die zwei betroffenen Kommunen Eschenlohe und Oberau werden mit ihren Bürgern in die Planungen einbezogen. Nach Angaben der Regierung von Oberbayern liegen die Unterlagen für den Tunnelbau vom 2. Mai bis 1. Juni in den Rathäusern öffentlich aus.

Steht der Planfeststellungsbeschluss, könnte der Bau Lewandowski zufolge im Frühjahr 2013 beginnen - „auch in Anbetracht von Olympia“, fügt sie hinzu. Sollten die Winterspiele nicht in Bayern stattfinden, dann ist die zeitnahe Realisierung fraglich. „Dann hat die Maßnahme nicht mehr eine so hohe Priorität“, gibt Lewandowski zu. Oberaus Bürgermeister Peter Imminger wird noch deutlicher: „Das Projekt ist ganz klar abhängig von Olympia.“

Janine Tokarski

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