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Bundeswettbewerb Jugend Musiziert

Ausnahmetalent aus Riegsee

Riegsee - Ehrung von Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich (CSU): Felix Freude (12) gehört zu den besten 30 Schlagzeugern seines Alters in Deutschland.

Das gelingt nicht jedem: Der 12-jährige Schlagzeuger Felix Freude hat es bis in den Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ geschafft. Der aufgeweckte Bub lebt in Riegsee und wird im Musikzentrum Murnau unterrichtet. Los ging es mit dem Regionalwettbewerb, dann erreichte Felix auch beim Landeswettbewerb einen ersten Platz. Daher wurde er zum Bundeswettbewerb nach Kassel eingeladen. „Auch dort hat er mit großem Erfolg teilgenommen“, sagt Günter Sirsch, Leiter des Musikzentrums. Dabei hat er nicht nur gezeigt, was er auf dem Schlagzeug drauf hat, sondern auch Vibrafon gespielt. Felix Freude genießt in Sirschs Einrichtung seit 2012 Unterricht bei Simon Zieger. „Ein erstklassiger, lässiger Lehrer“, wie Felix’ Vater Christian Freude betont. 2014 hatte der Junge schon mal bei „Jugend musiziert“ mitgemacht. Damals ist er bis zum Landeswettbewerb gekommen – einen Bundeswettbewerb gibt es für Zehnjährige noch nicht. Felix geht auf die Christoph-Probst-Mittelschule, wechselt aber bald auf die Realschule. Beim Bundeswettbewerb war er nach Angaben seines Vaters einer der jüngsten Teilnehmer. 31 Talente seines Alters aus ganz Deutschland waren in Kassel dabei. Felix gehört zu den besten 30 Schlagzeugern in der Gruppe der 12- bis 14-Jährigen. Der Bub spielt zudem Klavier, komponiert eigene Stücke, auch auf seinem Notebook. Das hat er sich selbst gekauft. Fast täglich übt er Schlagzeug und Klavier. „Felix ist ein ganz ein Motivierter“, betont Sirsch. Der Bub ist nicht nur ein außergewöhnlich Musiker. Er verfügt auch über andere Talente. So ist er für sein Alter ein sehr guter Zeichner. Er fährt gerne Ski, auch mit dem Murnauer Skiclub und spielt oft mit seinen Freunden Fußball am Riegseer Bolzplatz. Der Bub hat außerdem ein Faible für Gestalterisches. „Zum Beispiel dekoriert er oft beim Essen seinen Teller gourmetmäßig und seine Schwester fotografiert das dann ab“, erzählt sein Vater. „Er ist ein echter Künstler.“ Am Freitagabend wurde er in München im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks von Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich (CSU) geehrt – zusammen mit weiteren Bundeswettbewerb-Teilnehmern aus Bayern. „Das ist für einen 12-Jährigen schon was Tolles“, sagt Sirsch. „Das spornt an. Für den Leiter des Musikzentrums ist Felix’ Erfolg übrigens eine Premiere. Keiner der Schüler, die die Einrichtung besuchen, hatte es zuvor bis zum Bundeswettbewerb geschafft.

Roland Lory

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