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Alles im Blick: Polizeichef Thomas Holzer (r.) und Polizei-Präsident Robert Kopp (M.).

Ausverkauftes Neujahrsskispringen im Olympiastadion

Entspannte Situation ohne Vorfälle

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Garmisch-Partenkirchen - Die Polizei war für alles gerüstet. Doch eingetreten ist nichts. Die Beamten sahen im Olympia-Skistadion beim Neujahrsskispringen eine ausgelassenen Stimmung, die durch nichts getrübt wurde.

Der linke Turm auf der Ostseite ist als Plattform ideal. Von dort aus lässt sich das Olympia-Skistadion von Garmisch-Partenkirchen ausgezeichnet überblicken. Diesen exponierten Punkt nutzten Polizeichef Thomas Holzer, seine Kollegen und Robert Kopp, Präsident des Präsidiums Oberbayern Süd, zur Kontrolle des Geschehens während des Neujahrsskispringens. Was sie sahen, war eine ausgelassene Stimmung unter den 20 000 Zuschauern – damit war die Arena ausverkauft –, die durch nichts getrübt wurde.

Eine entspannte Situation ohne Vorfälle. „Es gab keine Störungen und keine Festnahmen“, sagt Holzer. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie der Einsatz abgelaufen ist.“ Seine Beamten mussten lediglich bei kleineren Verletzungen und einem Schwächeanfall tätig werden und den Rettungsdienst informieren.

Dabei wären sie auch in der Lage gewesen, schwierigere Aufgaben zu meistern. Während auf den Zufahrtsstraßen kaum Polizei zu sehen war, zeigten die Beamten innerhalb des Stadions durchaus Präsenz. Ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei aus München befand sich ebenso vor Ort wie eine Reiterstaffel aus Rosenheim – bei den Zuschauern ein gefragtes Fotomotiv – und Verstärkung durch Kollegen aus den umliegenden Inspektionen. „Wir waren personell besser aufgestellt als in den vergangenen Jahren“, sagt Holzer – was ursächlich mit dem Attentat vor Kurzem auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zusammenhängt. „Das hat uns noch vorsichtiger und sensibler gemacht“, meint Holzer.

Zur entspannten Lage trug trotz eines doppelten Zwölf-Stunden-Tags – bei der Qualifikation am Samstag hatten die Beamten mit dem gleichen Personalstand gearbeitet – das neue Verkehrskonzept bei. Die meisten Zuschauer wurden per Shuttlebus von den großen Parkplätzen der Supermärkte und des ehemaligen PX-Geländes oder per Zug ins Stadion gebracht, der Individualverkehr dadurch auf ein Minimum reduziert. Vor allem die Eröffnung des Bahnhalts Kainzenbad nennt Holzer „sehr hilfreich. Ohne den müsste die ganze Veranstaltung überdacht werden“. Lobende Wort fand auch Michael Maurer zum reibungslosen Ablauf. „Das Verkehrskonzept ist vom Publikum gut angenommen worden“, meinte der Präsident des Skiclubs Partenkirchen. Maurer betrachte den Wettkampf, den der Norweger Daniel Andre Tande vor dem Polen Kamil Stoch und dem Österreicher Stefan Kraft gewann, nicht von einer derart exponierten Stelle wie Holzer und Kopp. Doch das, was er sah, machte ihn glücklich. „Bei so vielen Leuten geht mir das Herz auf.“

Politische Prominenz der ersten Garde hatte heuer nicht den Weg nach Garmisch-Partenkirchen gefunden. Als Vertreter der Staatsregierung schickte Ministerpräsident Horst Seehofer Staatssekretär Johannes Hintersberger aus dem Arbeitsministerium. Dagegen waren mit Sven Hannwald und Martin Schmitt zwei ehemalige Springer-Stars vertreten. „Dass sie da waren, freut mich besonders. Sie haben besonders viel für die Vierschanzentournee geleistet“, sagt Maurer.

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