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Bürgermeisterin Gisela Kieweg 

Genug Anmeldungen

Aufatmen in Soien: Mittagsbetreuung hat gute Chancen

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Bürgermeisterin Gisela Kieweg hat genug Anmeldungen beisammen: Die gemeindliche Mittagsbetreuung der Grundschüler kann starten.

Bad Bayersoien – Gisela Kieweg kann aufatmen: Bad Bayersoiens Bürgermeisterin hat genug Interesse für die gemeindliche Mittagsbetreuung der Grundschüler beisammen. Sieben verbindliche Anmeldungen für das kommende Schuljahr liegen vor. Das reicht, bei sechs Teilnehmern lag die Untergrenze.

Die gute Nachricht verkündete die Rathaus-Chefin nun im Gemeinderat. Anfang April hatte es noch nach wesentlich weniger Anmeldungen ausgesehen. Damals schlug Kieweg Alarm: Aktuell würden nach einer Absagenflut nur noch drei Kinder den Service nutzen. Sollte das Interesse weiter so gering sein, müsse die Betreuung zum September eingestellt werden.

Mittagsbetreuung: Bürgermeisterin machte bei den Eltern Druck

Die Bürgermeisterin machte bei den Eltern Druck mit einer verbindlichen Anmeldefrist zum Monatsende – anscheinend mit Erfolg. „Wir brauchen die Buchungen, dass es planbar und kalkulierbar ist.“ Die Mittagsbetreuung bietet die Gemeinde von Montag bis Donnerstag jeweils von 11.15 bis 14.15 Uhr im Pfarrhof an.

Kieweg hatte stets für die Einrichtung geworben, auch die überwiegende Mehrzahl der Gemeinderäte sprach sich in der Vergangenheit dafür aus. Obwohl der Kurort vor zwei Jahren aus der staatlichen Förderung heraus gefallen war.

In einer Serie stellen wir Ehrenamtliche aus dem Schongauer Land vor, ohne die nichts richtig funktionieren würde. Heute: Franz Maier aus Bad Bayersoien.

Mittagsbetreuung: Nachbarn sprangen ab, Soien musste allein weiter machen

Für einen Zuschuss sind mindestens zwölf Kinder nötig. In den Jahren 2015 und 2016 war die Grenze erreicht worden, weil sich die Verwaltungsgemeinschafts-Nachbarn in Saulgrub beteiligt hatten. Doch diese sprangen dann ab, Soien musste allein weiter machen.

Jährlich läuft trotz der Beiträge der Eltern ein Defizit für die Gemeindekasse in Höhe von rund 4500 Euro auf. In trockenen Tüchern ist jetzt mit den ausreichend Anmeldungen jedoch nichts: Der Gemeinderat muss noch offiziell über die Fortführung entscheiden und zudem die Gebührensatzung festlegen. Dies soll laut Kieweg in der Juni-Sitzung geschehen.

Sie geht davon aus, dass sich an den Preisen nichts ändern wird. Gibt das Gremium grünes Licht, ist eines klar: Die Räumlichkeiten wären damit für eine Kinderkrippe vom Tisch. „Der Pfarrhof fällt dann raus“, bestätigt Kieweg. Wie berichtet, müsste die Gemeinde die Krippe zum neuen Kindergartenjahr einrichten, weil sich immerhin neun Interessenten angemeldet hatten - es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf einen derartigen Platz. Allerdings ist die Frage der Unterbringung noch offen. In der gemeindlichen Kindertagesstätte gibt es Kieweg zufolge angesichts der Auslastung keine Möglichkeiten. „Wir überlegen gerade, wo sie hinkommt“, sagt die Bürgermeisterin über die Kinderkrippe. „Wir sind ganz schwer dran.“

Heidi Schöpf aus Bad Bayersoien wagt etwas Besonderes: Die Zimmerin geht auf die Walz. Wie Wandergesellen seit Jahrhunderten.

Mittagsbetreuung: „Eine Punktlandung wird es keine werden“

Vorerst soll es eine provisorische Lösung geben, ein Anbau an den Kindergarten ist erst für später eine Option. Allerdings läuft aktuell die Zeit davon. Auch, weil Umbauten nötig sein werden. Zu einer Punktlandung kann es deshalb nicht kommen, wie die Rathauschefin einräumt: „Zum 1. September werden wir es wohl nicht schaffen.“

Unklar ist auch, wer den Service betreibt. Ein erstes Gespräch gab es bereits, spruchreif ist allerdings noch nichts. Die Kindertagesstätte St. Georg liegt in den Händen der Caritas, die Gemeinde Bad Bayersoien trägt allerdings das jährliche Defizit.

Lesen Sie auch: Bad Bayersoien hat ein Parkproblem. Freie Stellplätze an der Dorfstraße sind Mangelware, was gerade die Geschäftsleute ärgert. Ein Metzger macht dagegen mobil – und hat im Gemeinderat Erfolg.

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