Ein Weihnachtsgeschenk für Häuslebauer

Bad Bayersoien: Einheimischenmodell billiger als geplant

Bad Bayersoien - Weihnachtsgeschenk für Häuslebauer: Das Soier Einheimischenmodell „Bruckler Filz“ kommt billiger als geplant. Jetzt gibt es für die Käufer Geld zurück

Für die Häuslebauer im Bad Bayersoier Neubaugebiet „Südlich Bruckler Filz“ gibt es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die Erschließung des Areals kommt der Gemeinde günstiger als geplant. Deshalb bekommen die Anlieger Geld zurück. Dies gab Bürgermeisterin Gisela Kieweg nun im Gemeinderat bekannt.

Als die Ingenieurfirma „WipflerPlan“ im April 2015 den Gemeinderäten die erste Kostenschätzung fürs Baugebiet präsentierte, atmeten einige tief durch. Immerhin 977 000 Euro setzten die Planer an Kosten an. Grund waren die aufwändigen Arbeiten an der Entsorgung des Niederschlagswassers in dem sumpfigen Gelände. Das Wasserwirtschaftsamt hatte unter anderem ein Regenrückhaltebecken gefordert. Aus diesem Grund stieg der Grundstückspreis in die Höhe: 180 Euro waren pro Quadratmeter im Einheimischenmodell fällig. Das sorgte im Dorf für Diskussion. Im Mai 2015 war Spatenstich für die Erschließung. Die Gemeinde hatte sich mit „WipflerPlan“ eigens einen Erschließungsträger geholt, das Büro kümmerte sich in einem Rund-um-Paket um das Projekt.

Trotz hoher Preise brachte die Kommune alle Grundstücke an den Mann

Trotz des vergleichsweise hohen Preises brachte die Kommune alle Grundstücke an den Mann. Von den 21 Parzellen gehörten 14 ihr. „Alle Bauplätze sind verkauft“, meldete die Rathauschefin in der jüngsten Sitzung stolz. Kieweg hatte mehr gute Nachrichten: Statt der am Ende geplanten 1,14 Millionen Euro kostet „Bruckler Filz“ die Kommune nun laut Schlussrechnung um die 1,04 Millionen Euro. Unter anderem sanken die Baukosten von angesetzten 894 000 auf 783 000 Euro. Die unterm Strich rund 72 000 Euro an Ersparnis werden an die Anlieger weitergegeben. Der Erschließungsbeitrag sinkt demnach von 85 Euro je Quadratmeter auf 79,45 Euro. Macht 5,55 Euro je Quadratmeter, die es zurückgibt. Kieweg verspricht: „Die Käufer kriegen das in Kürze ausbezahlt.“ Kein Wunder, dass die Bürgermeisterin zufrieden ist: „Wo gibt es das, dass ein öffentliches Bauvorhaben billiger wird und es Geld zurück gibt?“ Kieweg macht für die erfreuliche Entwicklung nicht nur den Erschließungsträger verantwortlich, sondern auch „die Gemeinschaftsleistung“ samt Bauaufsicht. Wöchentlich hatte sie sich mit Bauhofleiter Tobias Maier zum Jour fix vor Ort eingefunden.

Gisela Kieweg: „Der Standort ist noch völlig offen.“ 

Vielleicht verfährt die Gemeinde beim nächsten Baugebiet wieder so. Die Bürgermeisterin jedenfalls denkt schon weiter: Noch in diesem Monat will sie in der Bürger-Info den Bedarf nach Baugrund abfragen. Wobei noch nichts in trockenen Tüchern ist, wie Kieweg sagt: „Der Standort ist noch völlig offen.“ Ebenfalls in der Schwebe ist übrigens ein Gewerbegebiet. Seit Jahren wird in Bayersoien über eine Ausweisung debattiert. Bislang ohne Ergebnis. Angedachte Flächen an der B 23 haben sich zerschlagen. Mittlerweile hat die Rathauschefin die Regierung von Oberbayern gebeten, ihr genehmigungsfähige Standorte mitzuteilen. Eine Antwort steht noch aus.

Rubriklistenbild: © Baar Archiv

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