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Die Brücken sollen saniert werden. 

Vollausbau für 1,2 Millionen Euro?

Bad Bayersoien will Straße in die Kirmesau erneuern

Das wird teuer: Bad Bayersoien will Straße in die Kirmesau sanieren. Die Kosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Die Gemeinderäte suchen nach einer günstigen Variante. 

Bad BayersoienEs wird eine teuere Angelegenheit: Die Gemeinde Bad Bayersoien will ihre Verbindungsstraße hinaus in den Ortsteil Kirmesau ausbauen und muss vor allem zwei dortige Brücken sanieren. Im Gemeinderat wurden nun die Planungsvarianten vorgestellt. Ergebnis: Die Kosten würden zwischen geschätzten 240000 Euro und satten 1,2 Millionen Euro je nach Ausbau liegen.

Eine Entscheidung trafen die Räte am Dienstagabend zwar noch nicht, immerhin „liegt eine Diskussionsgrundlage vor“, wie Bürgermeisterin Gisela Kieweg sagte – die Rathauschefin möchte das Vorhaben möglichst bald in trockenen Tüchern haben, denn gerade bei den zwei alten Brückenbauwerken mahnt der TÜV seit über zwei Jahren aus Sicherheitsgründen eine Sanierung an.

Die ersten Kostenschätzungen liegen auf dem Tisch

Vom Ingenieurbüro „WipflerPlan“ lagen nun erste Kostenschätzungen auf dem Tisch. Die Fachleute hatten mit fünf Bohrstellen die Bodenverhältnisse in dem moorigen und torfigen Gelände unter die Lupe genommen. Für die Sanierung der zwei Brücken über die Ach und die Säuggraben werden jeweils rund 100 000 Euro angesetzt. An den Überführungen müsse was gemacht werden, so das Fazit von Mongella: „Sie sind in einem desolaten Zustand.“ Darüber hinaus bieten die Experten drei Ausbauvarianten für das 1,6 Kilometer lange Teilstück der Straße nach Schöffau an. Die günstigste Lösung wäre laut Planer Michele Mongella eine einfache Oberflächenhandlung mit lediglich einer Spritzdecke. Kosten: rund 240000 Euro. Lediglich für den Brückenbau gebe es Zuschüsse, so dass der Eigenanteil der Gemeinde sich bei um die 140000 Euro einpendeln würde. Variante zwei wäre eine neue Trag- und Deckschicht samt Verbreiterung von mindestens einen Meter. Alles geeignet auch für den Schwerlastverkehr, sagte Mongella. Macht unter dem Strich insgesamt 850 000 Euro, schätzt das Büro – bei erhofften 50 Prozent Förderung liefen 425000 Euro für die Kommune auf. Und Nummer drei ist der Vollausbau: „Das ist der klassische Straßenbau“, beschrieb Mongella das Vorgehen. Nachteil: Obwohl es 50 Prozent Zuschuss gibt, bleibt jedoch an der Kommune eine hohe Investition hängen. Satte 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten stehen im Raum. Macht für das finanziell nicht auf Rosen gebettete Bayersoien noch 600000 Euro.

Die hohen Kosten schrecken die Gemeinderäte ab

Egal, welcher Ausbau kommt, die Kosten schrecken die meisten Gemeinderäte ab. Am Ende verständigte sich das Gremium darauf, dass die Planer noch eine vierte Variante, vielleicht kostengünstigere, ausarbeiten sollen: Die Brücken ordentlich sanieren und dafür Förderung kassieren, und bei der restlichen Straße „lediglich Unterhaltsmaßnahmen“ erledigen, wie es hieß. Wann eine Entscheidung getroffen wird, steht jedoch noch in den Sternen. Die Bürgermeisterin will die Aufträge nicht vergeben, so lange kein Haushalt für 2017 vorliegt. Einen Termin gibt es nicht, das Finanzpaket liegt noch bei der VG, außerdem gibt es weitere Beratungen. Zudem stehe der Rechnungsabschluss für das Haushaltsjahr 2016 aus. Und eine Frage ist auch noch offen: Ein Anwohner hatte beantragt, dass die Gemeinde das bislang nur gekieste Straßenteilstück vor seinem Anwesen asphaltiert. Er hatte es mit einem „unzumutbaren Zustand“ begründet und vor allem die Dreckbelastung bei Regen angeführt. Sein Antrag war im Dezember vertagt worden.

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