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Optisch kein Leckerbissen: Der Soier Stellplatz für Campingurlauber liegt am Rand des Gewerbegebiets am Trahtweg – die Gemeinde errichtete wenigstens diesen Sichtschutz. 

Tourismus im Ammertal

Bayersoien betreibt Wohnmobil-Stellplatz selbst

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Die Gemeinde geht zurück ihren Wurzel: Schon früher gab es einen eigenen Campingplatz am See. 

Bad Bayersoien – Die Gemeinde Bad Bayersoien betreibt zum 1. Januar 2018 den Wohnmobil-Stellplatz am Dorfstadel selbst. Der Pachtvertrag wurde vom bisherigen Betreiber, einem Campingplatzinhaber aus Rottenbuch, nicht mehr verlängert. Um weiterhin den touristischen Service im Kurort anzubieten, springt die Kommune ein. Der Gemeinderat legte nun einstimmig die Nutzungsentgelte dafür fest.

Damit wird eine Tradition im Dorf fortgesetzt: Bereits vor der Kurbad-Ernennung im Jahr 1996 gab es am See einen Campingplatz, dieser verschwand und wurde vor zehn Jahren durch den verpachteten Stellplatz für mobile Urlaubsdomizile im Gewerbegebiet am Trahtweg abgelöst. „Der Stellplatz ist wichtig“, bekräftigt Bürgermeisterin Gisela Kieweg. „Die Camper lassen auch gutes Geld im Dorf.“ Nach ihrer Rechnung sind es um die 50 bis 75 Euro, die durch die Wohnmobilfans bei ihrem Kurzaufenthalt in Bayersoien verbleiben. Kieweg setzt auf einen Boom der rollenden Unterkünfte: „Das ist ein aufstrebender Markt.“

Bei allem Optimismus im Rathaus: Allzu groß ist das Angebot allerdings nicht. Acht Stellplätze finden sich hinter dem Dorfstadel, in Nachbarschaft zum alten Soier See. Die Stellplatzgebühr beträgt laut verabschiedeter Satzung künftig 12 Euro pro Übernachtung, das beinhaltet Fahrzeug, den Kurbeitrag für einen Erwachsenen sowie die Nutzung der Entsorgungseinrichtung. Für jede weitere Person werden 2 Euro Kurbeitrag fällig, Kinder und Jugendliche sind davon befreit. Außerdem fallen Gebühren für Strom (0,50 Euro pro Kilowattstunde) und Trinkwasser (1 Euro für 80 Liter) an.

Doch mit der Satzung ist es nicht getan. Die Kommune wird an dem optisch nicht allzu reizvollen Areal, eingerahmt von Dorfstadel und Steinmetzbetrieb, etwas machen müssen. Das räumt auch die Rathauschefin ein: Kieweg spricht von „ein paar Verschönerungsmaßnahmen und ein bisschen Begrünen“, das noch ansteht. Zuletzt hatte sich der Gemeinderat im Jahr 2014 dafür entschieden, wenigstens einen Zaun als Sichtschutz zu der Nachbarschaft anzubringen – dies hatte sich der damalige Pächter erbeten. Das Stellplatz-Umfeld wird wohl schon in der nächsten Gemeinderatssitzung genauso ein Thema werden wie der nötige Kauf eines Parkscheinautomaten.

Ungeklärt bleibt dagegen die Zukunft des gesamten Vorfelds rund um den Dorfstadel, den Bauhof und das Feuerwehrhaus. Bürgermeisterin Kieweg strebt dort eine umfassende Lösung an. Im Gespräch ist in dem Bereich ein gemeindlicher Veranstaltungsraum, der das – dann hoffentlich veräußerte – Kurhaus ablösen soll. Dieser Standort hätte zumindest den Vorteil, dass mit dem Festplatz eine große Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Doch dies ist derzeit noch Zukunftsmusik in Bayersoien. 

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