Die neue Brücke über der Ach samt Durchlass aus Wellblech.
+
Hat sich vollkommen verändert: der Durchlass mit Wellstahl an der Brücke über die Ach.

Nächster Bereich für 2021 geplant

Kirmesauer Straße: Arbeiten am ersten Abschnitt sind abgeschlossen

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
    schließen

Geschafft. Teil eins der Kirmesauer Straße ist fertig. Jetzt beschäftigt sich die Gemeinde Bad Bayersoien mit dem nächsten Abschnitt der Sanierung.

Bad Bayersoien – Gisela Kieweg sitzt im Auto. Fährt vom Rathaus im Zentrum Bad Bayersoiens in den etwas abgelegeneren Ortsteil Kirmesau. Je näher sie ihm kommt, desto mehr steigt ihre Vorfreude. Denn die Gemeinde hat dort kräftig investiert, die Straße sanieren lassen. Die Bürgermeisterin biegt um die letzte Kurve und sagt: „Man sieht den Unterschied sofort.“ Sogar als Laie.

Verschwunden ist der schmale, knapp vier Meter breite und desolate Weg. Der Verkehr begegnet sich nun auf 5,50 Meter, inklusive Bankett zum Ausweichen. Neben frostsicheren Wasserleitungen wurden Untergrund und zwei Überführungen ertüchtigt. „Durch und durch gelungen“, schwärmt Kieweg. „Ich freu’ mich, hier runterzukommen.“

Kosten für Teil eins liegen bei einer halben Million Euro

Mitte Mai dieses Jahres hatten die Arbeiten begonnen, sie endeten vier Monate später. Damit kann die Gemeinde einen Haken hinter den ersten und wichtigsten von drei Abschnitten setzen. Bereits 2014 hatte der TÜV Alarm geschlagen. Die Brücke über die Ach ist „kolossal durchgefallen“, erzählt die Rathauschefin. Auch der Triebwerksdurchlass wurde schlecht bewertet. Die Kommune stand unter Zugzwang. Sie erfüllte ihre Pflicht. Ein neues, stabiles Geländer ersetzte das Vorgängermodell mit Holzbalken. Das Wasser fließt nun durch einen breiten Wellstahldurchlass, der auf der Grundlage eines 100-jähriges Hochwassers errichtet wurde. Deutlich mehr Sicherheit ist gewährleistet.

Dafür greift die Kommune tief in den Geldbeutel. Die Schlussrechnungen fehlen noch, sagt Kieweg. Sie kalkuliert aber mit circa 500. 000 Euro für den Teilbereich. Mit den Kosten für den zweiten Abschnitt Richtung Schöffau beschäftigt sich erst noch der Gemeinderat im Zuge der Haushaltsberatungen für 2021. Kiewegs Prognose: Die Arbeiten dürften sich ebenfalls auf eine halbe Million Euro belaufen. Viel Geld für eine kleine Gemeinde wie Bad Bayersoien. Nicht ohne Grund teilte man das Großprojekt in drei Teile auf. „So können wir uns das besser leisten“, verdeutlicht Kieweg. Unterstützung erhält die Kommune von der Regierung von Oberbayern. Die Förderung liegt bei 50 bis 53 Prozent. „Sonst hätte ich Schnappatmung bekommen.“

Zweiter Abschnitt gleicht dem ersten

Mit der Ausschreibung für diese Strecke beginnt die Gemeinde gerade. Dauer – unklar. Was dort nun ansteht? „Eigentlich eins zu eins das Gleiche“ wie beim bereits fertigen Bereich. Schon allein wegen der jetzt unterschiedlichen Breite der Kirmesauer Straße „gehört das zu Ende gebracht“, findet die Rathauschefin. Die Grundstückseigentümer müssen aber noch ihr Einverständnis erklären. Dürfte reine Formsache sein, schließlich profitieren sie am Ende von den Verbesserungen. Eine Umfahrung wird ebenfalls wieder eingerichtet.

In der letzten Phase kommt die Strecke Richtung Friedhof an die Reihe. Von der Länge her der größte Abschnitt. Welche Summen die Gemeinde dafür stemmen muss, vermag Kieweg nicht zu sagen. Bodenuntersuchungen sind noch nötig.

Auch interessant

Kommentare