Um diese Fläche geht’s: das Areal „Breiten“. 

Das nächste Einheimischenmodell auf dem Weg

Bohrungen in Bayersoiens Baugebiet „Breiten“

  • schließen

Es geht vorwärts: Der Gemeinderat bringt das neue Areal „Breiten“ voran und vergibt die Untersuchung des Baugrunds. Ein unumgänglicher Schritt. 

Bad Bayersoien– Bei Bad Bayersoiens Bürgermeisterin Gisela Kieweg herrscht Zufriedenheit: „Jetzt rollt alles an“, sagt sie – und meint damit das neue Baugebiet „Breiten“. Die Ammertalgemeinde will am nordwestlichen Ortsrand wachsen. Der Gemeinderat machte jetzt einen weiteren Schritt zur Umsetzung und vergab einstimmig die Untersuchung des Baugrunds an ein Uttinger Ingenieurbüro. Rund 11 500 Euro muss die Kommune dafür auf den Tisch legen. Eine Investition, die allerdings notwendig ist, wie die Rathauschefin in der Sitzung klar machte.

„Ohne Untersuchung geht gar nichts mehr. Die brauchen wir, damit man überhaupt anfangen kann.“ Die Geologen vom Ammersee werden voraussichtlich an sieben Standorten auf dem Areal ihre Bohrungen ansetzen. Wenn die Soier Glück haben, sind die Begebenheiten bei der Versickerung von Niederschlagswasser so günstig, dass sich die Gemeinde Geld sparen kann: Vielleicht ist kein Regenrückhaltebecken nötig, schätzte Kieweg. Anders als im jüngsten Baugebiet „Bruckler Filz“. Dort musste wegen des moorigen Bodens eigens für teures Geld ein solches Becken gebaut werden, was damals die Grundstückspreise im Einheimischenmodell in die Höhe trieb.

Ein solches plant die Gemeinde nun auch am Soiermühlweg. Nach der positiven EU-Rechtsprechung zur bundesdeutschen Vergabepraxis von Grundstücken bevorzugt an örtliche Bauherren legen bayernweit die Kommunen die selbst auferlegten sprachlichen Hemmungen der vergangenen Jahre ab. Auch in Bayersoien spricht man wieder offiziell davon. Am Soiermühlweg liegt Kieweg zufolge der Gemeindeanteil beim Baugebiet bei etwa 9000 Quadratmetern. Um die zehn Parzellen für Wohnhäuser seien dort möglich. Allerdings ist die genaue Zahl noch unklar, weil die Arealgrößen festzulegen sind, und auch der Straßenverlauf erst geplant werden muss.

Das neue Baugebiet soll planerisch schnell in trockene Tücher gebracht werden. Aus diesem Grund hatte sich der Gemeinderat im August einmütig entschieden, in das beschleunigte Verfahren zu gehen. Das ist neu und bietet den Gemeinden diverse Erleichterungen. Unter anderem verlangt das Baugesetz seit dem Frühjahr keinen aufwändigen Umweltbericht und keine Ausgleichsflächen fürs Ökokonto mehr. Damit können Kommunen gerade im Außenbereich leichter Bauland ausweisen. Denn der Bedarf an Wohnraum steigt, auch im Ammertal.

Soiens Bürgermeisterin hat zudem am Mittwoch, 4. Oktober, eine Sondersitzung des Gemeinderats einberufen. Laut Kieweg soll der Rat dann den Planungsauftrag vergeben. Eine Frage ist, ob ein Erschließungsträger genommen wird, der sich um das komplette Projekt kümmert. Damit hatte der Kurort im „Bruckler Filz“ gute Erfahrungen gemacht: Dort kam die Abschlussrechnung günstiger als erwartet. Das gesparte Geld wurde Ende 2016 als Weihnachtsgeschenk mit gesenkten Erschließungsbeiträgen an die Anlieger weitergegeben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tannenhütte am Wank: Selbst beim Hebauf ist der Name Thema
Der Firstbaum mit den weiß-blauen Schleifchen thront auf dem Dach. Es ist das Zeichen der Zimmerer für den Hebauf. Dieser wird bei der Tannenhütte auf dem Wank gefeiert. …
Tannenhütte am Wank: Selbst beim Hebauf ist der Name Thema
Oberau muss Kläranlage und Wassernetz sanieren: Gebühren steigen massiv an
Einen Kredit über knapp vier Millionen Euro muss Oberau in diesem Jahr aufnehmen. Nur so kann die Gemeinde die dringende Sanierung von Kläranlage und Wassernetz stemmen. …
Oberau muss Kläranlage und Wassernetz sanieren: Gebühren steigen massiv an
Zum 60.Bühnenjubiläum: Georg Reindl schlüpft in Paraderolle
Das Stück scheint ihm auf den Leib geschrieben. Der Großvater Zangerl in „Sei doch net so dumm, Opa“ ist Georg Reindls Paraderolle. Kein Wunder, dass er sich dieses …
Zum 60.Bühnenjubiläum: Georg Reindl schlüpft in Paraderolle
Glashüttenweg ist eröffnet
Knapp vier Kilometer ist er lang, der Glashüttenrundweg in Grafenaschau. Der Pfad, der jetzt feierlich eröffnet wurde, informiert auf 16 Schautafeln über die Geschichte …
Glashüttenweg ist eröffnet

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.