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Binnen kurzer Zeit nach der Alarmierung waren die Einsatzkräfte beim Brand der Bayersoier Flüchtlingsunterkunft vor Ort.

Glückliches Ende dank Rauchmelder - Sachschaden bis 70 000 Euro

Brand in Asylheim: Defekt an Heizung als mögliche Ursache

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„Es ist glimpflich ausgegangen“: Ein erleichtertes Fazit zog Bad Bayersoiens Feuerwehrkommandant Franz Niggl nach dem Brand in der Asyl-Unterkunft St. Georg Donnerstag früh.

Bad Bayersoien– Gegen 6.10 Uhr waren die freiwilligen Helfer über die Integrierte Rettungsleitstelle Weilheim und Sirene alarmiert worden. Im Kurhotel St. Georg am Waidaweg war eine starke Rauchentwicklung gemeldet worden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie dichte Schwaden im Keller fest. Der Brandherd befand sich im Heizungsraum. Offene Flammen loderten zwar nicht mehr auf, allerdings glühte der Dampfkessel noch, berichtete der Kommandant. Die Aktiven, im Einsatz waren sieben Atemschutzträger, bauten die Heizung so weit auseinander, dass sie die Anlage mit Wasser abkühlen konnten. Danach wurden die Räume mit dem Ventilator gelüftet.

Verletzt wurde bei dem Brand zum Glück niemand, wie die zuständige Polizeiinspektion Murnau mitteilte. Insgesamt wurden laut Landratsamt 24 Bewohner aus dem Gebäude evakuiert. Als die Feuerwehr eintraf, standen die meisten Personen bereits vor dem Anwesen – sie waren von den Betreibern aufgeweckt worden. Zwei Personen mussten die Helfer allerdings aus ihrem Zimmer im ersten Stock holen. Ein großer Vorteil war die technische Sicherheitsausstattung im Hotel: „Sie hatten überall Rauchmelder“, so Einsatzleiter Niggl. Deren Alarm sorgte dafür, dass die Bewohner rechtzeitig ihre Unterkunft verlassen konnten. Niggl: „Die Evakuierung ist sehr ruhig abgelaufen.“

Im Einsatz war die örtliche Wehr mit 24 Kräften, die Rottenbucher Kameraden mit neun Mann und die Saulgruber mit sechs Aktiven. Rotes Kreuz und Notarzt waren mit zwei Fahrzeugen vor Ort, außerdem Polizeibeamte aus Murnau. Einsatzende war gegen 9 Uhr, eine Brandwache wurde eingerichtet. „Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt“, teilte Murnaus PI-Leitier Joachim Loy mittags zum Feuer mit. Man gehe momentan von einem technischen Grund aus. „Eine Brandstiftung liegt laut den derzeitigen Ermittlungen nicht vor.“ Den Sachschaden bezifferte Loy auf circa 50 000 bis 70 000 Euro. Das Landeskriminalamt hat einen Sachverständigen nach Bad Bayersoien geschickt, um ein Gutachten zu erstellen.

Wie Landratsamtssprecher Stephan Scharf auf Nachfrage sagte, hat die Kreisbehörde insgesamt 27 Bewohner des Heims auf verschiedene Einrichtungen im nördlichen Landkreis verteilt. Der Landkreis hat Appartements im Kurhotel St. Georg als Unterkunft für Flüchtlinge angemietet. Die ersten Bewohner waren im Januar 2015 eingezogen.

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