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Voraussetzung für schnelles Internet – das Glasfaserkabel. 

Auch die Außenbereiche werden bedient

Breitband-Ausbau in Bad Bayersoien startet in zwei Wochen

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Grenzenlos surfen, Videos anschauen und TV in höchster Auflösung: Das ist in Bad Bayersoien bald möglich. In zwei Wochen beginnen die Arbeiten für die Datenautobahn.

Bad Bayersoien – Fördertöpfe anzuzapfen, ist offenbar eine Spezialität von Bad Bayersoiens Bürgermeisterin Gisela Kieweg. Schießt der Freistaat bereits bei der Sanierung des Rathauses 90 Prozent der Kosten zu, wodurch für die Kommune nur noch 26 000 Euro übrig bleiben, so sind dem Kurort beim Breitband-Ausbau bereits staatliche Mittel von 300 000 Euro genehmigt. Den Förderbescheid holte Kieweg übrigens im Dezember vergangenen Jahres persönlich in München bei Markus Söder ab. Die kommunale Kasse hat lediglich noch einen „Restposten“ von 75 000 Euro zu stemmen. Ein wahres Schnäppchen, wenn man so will.

18 Kilometer Kabel im Boden

Grenzenlos surfen und Videos anschauen, TV in höchster Auflösung und Musik in bester Qualität bekommen – nur mit dem schnellen Internet lassen sich solche Wünsche erfüllen. In Bad Bayersoien sind diese Zeiten nicht mehr fern. Bei der Bürgerversammlung im Dorfstadel konnte Klaus Strauß aus Rottenbuch, der bei der Deutschen Telekom als Teamleiter für die Breitbandversorgung zuständig ist, den anwesenden Bürgern verkünden, „dass es voraussichtlich in zwei Wochen losgeht“. Zuerst wird von der kompetenten Firma Strabag die Trasse durch den Ort gebaut, danach geht es weiter in den Weilern Echelsbach, Lettigenbichl, Gschwendt und Kirmesau sowie im Kurgebiet, in der Findenau und an der Schleifmühle. „Schon ein stattlicher Ausbau“, bekannte Strauß, „aber wir kriegen das hin.“ Der Strang mit dem neuen Glasfaserkabel kommt übrigens von Schönberg herunter.

Die Zahlen für die betroffenen 642 Haushalte in Bad Bayersoien sind beeindruckend: 18 Kilometer Kabel werden verlegt, dazu 4,3 Kilometer sogenannte Pipes (Verbindungen), 6600 Meter Gräben geöffnet. Desweiteren erfolgt der Anschluss an 122 Gebäude.

Telekom verlangt pro Hausanschluss 599 Euro

Wie der Telekom-Experte weiter ausführte, werde selbst in den Außenbereichen das Glasfaserkabel bis an die Grundstücksgrenze des jeweiligen Anwesens verlegt, danach ist jeder Hauseigentümer selbst verantwortlich. Die Bürger sind bereits angeschrieben worden, ob grundsätzlich Interesse besteht, auf die moderne Datenautobahn aufzuspringen. Strauß: „Der Anschluss von der Grenze des Anwesens bis ins Haus kostet 599 Euro.“ Wenn die Baufahrzeuge mal abgezogen sind und ein Interessent später einen diesbezüglichen Antrag stellt, steigt die Anschlussgebühr auf 799 Euro.

Die Arbeiten hätten eigentlich schon im vergangenen Herbst beginnen sollen, doch angesichts der vielen Gemeinden, die gerade auf den Zug des Breitband-Ausbaus aufspringen, und aufgrund der hohen Beanspruchung der Tiefbaufirmen musste sich Bad Bayersoien etwas gedulden. Im August 2016 hat Bürgermeisterin Gisela Kieweg den Vertrag mit der Telekom unterschrieben; darin verpflichtete sich das Versorgungsunternehmen, das Breitband im Ort binnen zwölf Monate zu realisieren. Diesen Termin zu halten, könnte etwas eng werden.

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