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Geld fürs Breitband: Bürgermeisterin Gisela Kieweg holt sich bei Markus Söder (l.) und Staatssekretär Albert Füracker den Förderbescheid ab.

Ortsentwicklung Bad Bayersoien

Breitband-Ausbau ab März

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Bad Bayersoien – Schnellen Internetzugang und moderne Technik – beides für wenig Geld. Beim Breitbandausbau bekommt Bad Bayersoien viel Unterstützung vom Freistaat.

So einen München-Besuch erledigt jeder Bürgermeister gern: Bad Bayersoiens Rathauschefin Gisela Kieweg (parteifrei) hat sich im Amtssitz von Finanzminister Markus Söder den Förderbescheid für den Breitbandausbau im Kurort abgeholt. Immerhin fast 300 000 Euro schießt der Freistaat zum Vorhaben dazu. Die Ammertalgemeinde war zum Jahresende neben Ohlstadt die einzige Kommune aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, die in den Genuss der Finanzspritze kam.

Als Kieweg bei der groß angelegten Übergabe am Odeonsplatz – die Vertreter von 54 Gemeinden aus Oberbayern erhielten an diesem Tag insgesamt rund 18,7 Millionen Euro Förderung – ihren Bescheid in den Händen hielt, strahlte sie entsprechend. Denn mit den genau 299 728 Euro vom Freistaat wird der Breitbandausbau für Bayersoien geradezu zum Schnäppchen. Lediglich um die 75 000 Euro muss die Gemeinde noch dazuschießen – und bekommt dafür eine schnelle Datenversorgung im gesamten Dorfgebiet. In den Außenbereichen wird das moderne Glasfaserkabel bis ans Anwesen verlegt, im Hauptort läuft die schnelle Daten-Autobahn bis zu den Verteilerkästen und von da bis zu den jeweiligen Hausanschlüssen weiter.

Das Projekt verlangt jedoch einiges an Geduld: Genau vor einem Jahr hatte der Gemeinderat den entsprechenden Beschluss gefasst, heuer im August konnte Kieweg mit der Telekom den Ausbau vertraglich unterschreiben. Anfang war der Ausbau vom Regensburger Ingenieurbüro IK-T noch auf rund 800 000 Euro geschätzt worden, die Gemeinde hätte etwa 180 000 Euro investieren müssen. Allerdings legte die Telekom dann doch ein gutes Angebot vor, dem Vernehmen nach geschah dies aus Wettbewerbsgründen.

Über ihre genaue Investition hüllt sich das Unternehmen wie üblich in Schweigen. Klar war nur, dass die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke – die Summe, die der Konzern nicht finanziert – bei rund 375 000 Euro liegt. Davon steuert das bayerische Breitband-Programm fast 300 000 Euro bei – dies ist die maximale Summe, mit der Bayersoien rechnen konnte.

Laut Telekom werden 642 Haushalte mit schnellem Internet, Telefonie und Fernsehen beglückt. Dafür werden rund 19 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und drei neue „Multifunktionsgehäuse“ aufgestellt. Eigentlich hatte die Bürgermeisterin nach eigener Aussage damit gerechnet, dass die Arbeiten schon im Herbst beginnen. Doch wegen der derzeit laufenden Breitband-Offensive „sind Tiefbaufirmen schlecht zu bekommen“, sagt Kieweg. Immerhin gab es für sie jetzt eine Info der Telekom: „Im Frühjahr geht es los.“ Dies bestätigt das Unternehmen auf Anfrage. „Die Planungen haben bereits begonnen“, teilt Telekom-Sprecher Markus Jodl mit. „Baubeginn wird dann, je nach Wetterlage, im März 2017 sein. Die Anschlüsse sollen nach jetzigem Stand der Dinge im Spätsommer kommenden Jahres für die Kunden buchbar sein. Diesen Termin muss die Telekom einhalten: Sie hatte sich im August vertraglich verpflichtet, das Breitband in Bayersoien innerhalb von zwölf Monaten zu realisieren.

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