Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Bad Bayersoien hat es in der Nacht auf Samstag gebrannt.
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Vom historischen Bauernhof stehen nur noch die Grundmauern

Flammenhölle beim Lötschmüller: Nächtlicher Großeinsatz in Bad Bayersoien

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Dicke Rauchschwaden, züngelnde Flammen hinter Fenstern, Sirenengeheul: Einem nächtlichen Inferno gleicht die Dorfstraße in Bad Bayersoien. Im Lötschmüllerhof wütet ein heftiges Feuer. Engagierte Feuerwehrmänner kämpfen mit vollem Einsatz gegen die Flammen. Am Ende dieser Horror-Nacht Erleichterung: Weder Menschen, noch Tiere sind verletzt. Der Schaden: Eine halbe Million Euro.

Bad Bayersoien – Er ist ein Unikum, ein Original, immer einen lustigen Spruch auf Lager. Nur: An diesem Sonntag blickt der Maier Josef, den in Bad Bayersoien alle nur „Seppl“ nennen, mit versteinerter Miene auf ein Werk der Zerstörung, seine Heimat, sein Elternhaus: „Mei’ Leben . . .“ Er hält inne, setzt nochmal an: „Ja, mei Leben is’ jetzad ruiniert.“ Der Lötschmüllerhof, er existiert nicht mehr.

Ein heller Feuerschein über dem Moorkurort in der Nacht von Freitag auf Samstag lässt bereits von weitem etwas Unheilvolles erahnen. Durch komische Geräusche wird einer der beiden erwachsenen Söhne des Ehepaars Maier gegen 1.30 Uhr wach. Schnell registriert er, dass hier etwas Schlimmes im Gang ist. Er wählt die Notrufnummer, die Integrierte Leitstelle löst Großalarm aus. Die Ortswehr um ihren Kommandanten und Einsatzleiter Franz Niggl ist als erstes vor Ort, blitzschnell verschaffen sich die Männer einen Überblick vom Ausmaß des Brandes. Das komplette Anwesen steht in Vollbrand. Weitere Wehren rücken an. Schließlich sind es über 160 Einsätzkräfte aus Bad Bayersoien, Saulgrub, Bad Kohlgrub, Schönberg, Rottenbuch, Peiting, Oberammergau und Garmisch; über 20 Fahrzeuge, darunter zwei Drehleitern sind vor Ort. Kreisbrandinspektor Peter Gaus und Kreisbrandmeister Herbert Maurus koodinieren die Abläufe, aus dem Soier See werden fünf Versorgungsleitungen aufgebaut.

Schnell wird den Wehrmännern klar, dass der rückwärtige Teil des dreigeschossigen Lötschmüllerhofs mit Tenne und Stall, wo das Feuer wohl aus bislang unbekannten Gründen ausgebrochen ist, nicht mehr zu retten sein wird. Primäre Aufgabe ist jetzt, umliegende Gebäude zu schützen – darunter ein Ferienhaus der Maiers, das derzeit mit neun Gästen belegt ist. Sie kommen mit dem Schrecken davon. Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes mit Sanitätern und Notärzten muss kaum eingreifen.

Im Stall befinden sich zum Zeitpunkt des Brandes nur zwei junge Stiere. Einer wird herausgeholt, beim zweiten gestaltet sich die Rettung sehr schwierig. Die Feuerwehr bläst über eine Luke Frischluft in den Stall. Wird er die große Hitze überleben? Völlig ruhig steht er da. Und wirklich: Am frühen Morgen wird er unversehrt herausgeführt . . . Welch’ nette Randgeschichte bei so einem schlimmen Anlass!

Im Morgengrauen wird mehr und mehr das ganze Ausmaß des Großbrandes sichtbar. Der Stall- und Tennenteil ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt, vom Dach über dem Wohnhaus sind nur noch die verkohlten Sparren und einige wenige Felder mit Dachziegeln sichtbar. Die Zimmer im Haus, vom Wasser völlig durchnässt, die einfachen Fehlböden zerstört, Mobiliar, Kleidung, Habseeligkeiten und persönliche Gegenstände – nicht mehr zu gebrauchen!

Am Samstag rückt des Technische Hilfswerk an, aus Garmisch-Partenkirchen, Weilheim, Landsberg und Starnberg: Mit Spezialgerät – Laster, Kipper, Bagger und Radlader – transportieren sie das Brandgut, in erster Linie das Heu, zur Zwischenlagerung auf die Freifläche am Festplatz. Bauern aus dem Dorf machen am Sonntag damit weiter. Spurensicherungs-Experten der Kripo nehmen ihre Arbeit auf. Routine, gewohnte Abläufe. Für die Maiers beginnt nun eine schwere Zeit – nach dieser Nacht, die ihnen den Boden unter den Füßen wegzog.

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