Die Bürgermeisterin ist „sehr zufrieden“ 

Haushalt in Bad Bayersoien: Beste Rücklage seit sechs Jahren

Bad Bayersoien - Die Gemeinde hat „gut gewirtschaftet“. Über eine Million Euro sind auf der hohen Kante.

Bad Bayersoien – Als der Gemeinderat im April 2015 den Haushalt einstimmig absegnete, sah die Sache für die Gemeinde Bad Bayersoien besser aus als ein Jahr zuvor. Die Finanzlage habe sich entspannt, teilte VG-Kämmerer Ulrich Bertl damals mit. Immerhin 262 000 Euro sollten aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zugeführt werden – Geld, dass dem Kurort Luft verschaffte für Investitionen in Höhe von geplanten 1,7 Millionen Euro. Die Mindestzuführung für Zinsen und Tilgungen wurde diesmal ohne Probleme geschafft, dazu ist eine hübsche Summe zum Ausgeben vorhanden: Kein Wunder, dass die Bürgermeisterin zufrieden dreinblickte. Es kam noch besser, wie Gisela Kieweg nun mit der Jahresrechnung im Gemeinderat bekannt gab.

Das Haushaltsjahr 2015 fiel gut aus

Denn das Haushaltsjahr 2015 fiel besser aus als angesetzt. Statt der 226 700 Euro flossen 330 600 Euro in den Vermögenshaushalt. Macht ein Plus von fast 68 000 Euro, das gern genommen wurde. Da machte es auch nichts aus, dass der Verwaltungshaushalt zum Jahresende 2015 mit seinen insgesamt 2,32 Millionen Euro rund 62 600 Euro über Ansatz lag. Kieweg ist nach eigener Aussage trotzdem „sehr zufrieden“. Schließlich steht die Kommune, die in den vergangenen Jahren finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet war, wieder solider da. „Wir haben den besten Rücklagenstand seit sechs Jahren“, sagt Kieweg nicht ohne Stolz. Erstmals in diesem Zeitraum wurde eine magische Grenze geknackt: Ende des Vorjahres befanden sich 1,09 Millionen Euro im Gemeindesäckel. Zwölf Monate zuvor waren es noch 900 700 Euro gewesen.

Gisela Kieweg: „Wir haben gut gewirtschaftet“

Ebenso erfreulich: Ging es mit dem kommunalen Polster aufwärts, so sanken im gleichen Atemzug auch die Schulden. Wenn auch nur relativ gering. Bad Bayersoien stand Ende 2015 noch mit 436 196 Euro in den Miesen – ein Jahr zuvor waren es 474 838 Euro gewesen. Für heuer plant VG-Kämmerer Bertl sogar noch besser: Der Soier Schuldenstand soll auf einen Betrag bis zu 390 200 Euro abgearbeitet werden. Für die Rathauschefin steht außer Frage: „Wir haben gut gewirtschaftet.“ Trotzdem sei im vergangenen Jahr viel geleistet worden. Kieweg zählt den Startschuss für das Wohngebiet „Bruckler Filz“ ebenso auf wie die Ausweisung des neuen Wasserschutzgebiets für die Quelle am Soier See und den Kauf eines Radladers für den Bauhof. „Alles erfreulich, alles gut“, bilanzierte die Rathauschefin deshalb in der Sitzung. Dem schloss sich ihr Gemeinderat an und nahm die Jahresrechnung ohne Gegenstimme zur Kenntnis.

Allerdings wird es aller Voraussicht in diesem Jahr mit einem neuen Rücklagen-Rekord nichts werden: Der aktuelle Hauhalt sieht eigentlich eine Entnahme und einen Stand von unter einer Million Euro vor. So soll angesichts niedriger Einnahmen wenigstens die Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt gewährleistet werden. Aber vielleicht sieht die Jahresrechnung dann ja wieder besser aus.

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