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Still ruht der (Bayersoier) See - die Wirklichkeit für die Gemeinde mit der Kläranlage sieht nicht so idyllisch aus. 

Wasserwirtschaftsamt fordert Nachbesserungen - sonst gibt es kein neues „Wasserrecht“

Kläranlage ist das Sorgenkind Soien

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Der Betrieb der Kläranlage geht in Bad Bayersoien ganz schön ins Geld. Und jetzt hat man noch ein sehr ernstes Problem . . .

Bad Bayersoien – In der Gemeinde Bad Bayersoien stehen größere Investitionen ins Haus. Laut einerersten Schätzung müssen die Soier mindestens 350 000 Euro in die Ertüchtigung der Kläranlage stecken. Diese Info gab es jetzt im Gemeinderat.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde benötigt ein neues Wasserrecht für ihre Abwasserentsorgung. Die jetzige Genehmigung läuft aus, eine Verlängerung bis 2019 ist abgesegnet. „Doch es wird ernst“, so die Worte von Planer Josef Waldinger vom Germeringer Büro „DG. Aktuell verzeichnet die Soier Kläranlage mit ihren drei Teichen Grenzwertverletzungen beim Ammonium- und Phosphataufkommen während des Reinigungsprozesses. Für das Wasserwirtschaftsamt Weilheim keine Bagatelle: Geht die Gemeinde technisch das Problem nicht an, gibt es kein neues Wasserrecht. Bürgermeisterin Gisela Kieweg weiß um die Dringlichkeit: „Das müssen wir machen.“ Doch ein kompletter Umbau der Anlage unter anderem mit tieferen Becken kommt laut Kieweg derzeit nicht in Frage – immerhin stünde dafür eine Summe von rund einer Million Euro im Raum.

Bleibt nur eine günstigere Variante mit Reparaturarbeiten: neue technische Ausrüstung, Vergrößerung der Belüftungseinrichtung und Nachrüstung der Ablauffilter. Macht nach Angaben von Planer Waldinger immer noch rund 350 000 Euro. Zum Vorschein kam beim Gutachten des Ingenieurbüros auch ein altes Problem der Bayersoier Kläranlage – der hohe Stromverbrauch. Diesen bezifferte der Planer auf etwa 190 000 Kilowattstunden jährlich. Mit der vorhandenen Technik sei eine Reduzierung nicht möglich, sagte Waldinger – aber eine neue Anlagentechnik wäre eine derart hohe Investition, dass sie sich auch auf 30 Jahre nicht amortisieren würde. Für die Rathauschefin gibt es deshalb nur eine, in der Vergangenheit immer diskutierte Alternative: „Eine PV-Anlage wäre die einzige Möglichkeit, sagte Kieweg. Zweites Kosten-Problem: Die Kläranlage produziert viel Klärschlamm – der für viel Geld zu entsorgen ist. Heuer waren es bisher 84 000 Euro.

Konkret in die Kläranlagen-Planung eingestiegen ist die Gemeinde noch nicht. Kieweg will erst noch das Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt suchen, um vielleicht doch noch die hohen Investitionen zu vermeiden.

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