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Künftig ein Wohnhaus: das „Botsch“-Anwesen an der Dorfstraße in Bad Bayersoien, in dem früher einmal der Dorfladen untergebracht war. 

Umbau im Jahr 2019 vorgesehen

Kieweg tritt aufs Gaspedal: Jetzt geht‘s mit den Planungen für‘n „Botsch“ los 

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Einstimmiges Votum:  Der Gemeinderat Bad Bayersoien hat den Auftrag für die Planungen im Zuge des kommunalen Wohnungsbaus an der Dorfstraße an ein Ingenieurbüro vergeben. Bis zu sechs Einheiten sollen entstehen.

Bad Bayersoien – Die Gemeinde Bad Bayersoien bringt ihren kommunalen Wohnungsbau voran: Die Planungen für den Umbau des Anwesens an der Dorfstraße starten. Der Gemeinderat vergab den Auftrag an das Schongauer Ingenieurbüro IBG. Und zwar einstimmig.

Im November 2017 hatte sich das Gremium bei einer Gegenstimme für den Erwerb des Wohn- und Geschäftshauses entschieden. Die Gesamtwohnfläche beträgt circa 293 Quadratmeter, dazu kommen etwa 245 Quadratmeter Gewerbefläche. Das Grundstück misst knapp über 920 Quadratmeter. Die Soier verbinden mit dem Haus vor allem eines: Bis Januar 2016 war darin der Lebensmittelladen untergebracht gewesen, dann schlossen die Betreiber die Türen für immer. Seitdem standen die gewerblichen Räume im Erdgeschoss leer.

Die Kommune legte 550.000 Euro für den „Botsch“ auf den Tisch. Die Idee hinter der Investition: Bayersoien leistet sich ein Objekt für den Wohnungsbau. Dies treibt die Rathauschefin seit geraumer Zeit an. Kieweg hatte zuvor bei ihrem Vorhaben im neuen Baugebiet „Breiten“ eine Niederlage einstecken müssen – die Mehrheit der Räte war nicht bereit, der Bürgermeisterin zu folgen. Zum Glück bot sich als Alternative das markante Anwesen an der Dorfstraße an. Kieweg drückt auf das Gaspedal. „Es soll sehr zügig umgesetzt werden“, sagt sie über die Planung.

Günstige Kreditaufnahme

Wie viel Soien letztendlich für den Auftrag zu zahlen hat, steht allerdings noch in den Sternen. Das Büro hatte sich laut Kieweg mit dem günstigsten Honorarsatz beworben, abgerechnet wird am Schluss nach Art und Umfang des Vorhabens. „Das hängt von der Summe ab, die man verbaut.“ Ersten Planungen zufolge könnten in dem Anwesen fünf bis sechs Wohneinheiten für Bedürftige entstehen. Bis Herbst will die Rathauschefin wissen, „wo der Weg hingeht“.

Der Umbau soll dann 2019 über die Bühne gehen. Mit den 550.000 Euro Kaufpreis plus Notarkosten ist es für die Gemeinde aber nicht getan. Inklusive Um- und Ausbau stehen um die 1,15 Millionen Euro an Gesamtkosten im Raum. Diese Summe hatte die Bürgermeisterin in der November-Sitzung als erste Schätzung genannt. Allerdings ist man in das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm (KommWFP) reingerutscht und angelt sich aus dem Topf einen 30-Prozent-Zuschuss. 

Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich seit 2016 ein Vier-Jahres-Programm des Freistaats: Es unterstützt Gemeinden dabei, selbst Wohnraum zu planen und zu bauen. Bis 2019 stehen dafür 600 Millionen Euro bereit. Ein Teil davon geht auch nach Bayersoien: Die Regierung von Oberbayern hat den Zuschuss bereits genehmigt. Zudem bekommt die Gemeinde einen zinsgünstigen Kredit für 60 Prozent der Kosten von der „BayernLabo“, dem Förderinstitut der Bayerischen Landesbank, auf. Konditionen laut Kieweg: 30 Jahre Laufzeit, 0,9 Prozent aktueller Zinssatz. Die Kreditaufnahme segnete der Gemeinderat nun einstimmig ab. Die Kommune hat zudem in der Nachbarschaft vollendete Tatsachen geschaffen: Ein angrenzendes Grundstück am Eckweg wurde jetzt erworben. Kieweg will es ebenfalls für das Wohnbauprojekt nutzen: „Ziel ist, dass man alles zusammen entwickelt.“

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