Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben
+
Neues Bauland: Das Grundstück (rechts) am Soiermühlweg überplant jetzt die Gemeinde.

Mitte 2018 soll Erschließung von 11.600-Quadratmeter-Areal beginnen

Neues Baugebiet für Bayersoien: Elf Plätze geplant

  • schließen

Der Bedarf ist da, die Nachfrage groß. Deshalb investiert die Gemeinde Bad Bayersoien in die Erschließung von neuen Bauplätzen. Dafür muss sie ordentlich in Vorleistung gehen. Im Frühjahr 2019 könnten die ersten Häuser auf dem 11.600 Quadratmeter großen Areals entstehen. 

Bad Bayersoien – Die Gemeinde Bad Bayersoien bekommt ein neues Baugebiet: Am nordwestlichen Ortsrand, am Soiermühlweg in Richtung Ammerschlucht, sollen sich auf einem 11 600 Quadratmeter Häuslebauer dem Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Der Gemeinderat brachte nun einstimmig die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan „Breiten“ auf den Weg. Mit der Planung wurde das Büro „WipflerPlan“ beauftragt, dieses hatte bereits das letzte Baugebiet „Bruckler Filz“ und den Hochbehälter-Bau verantwortet. Das Angebot lag bei rund 17 000 Euro netto. Lediglich Hans Klöck stimmte dagegen, ihm fehlte eine Ausschreibung, die jedoch laut Bürgermeisterin Gisela Kieweg nicht nötig war.

Bauplätze sind gefragt

Mit dem neuen Baugebiet reagiert die Kommune auf die weiter vorhandene Nachfrage nach Bauland. Die Rathauschefin hatte zuvor eigens eine Abfrage im Dorf gestartet. Ergebnis: Es gibt genug Interesse, um in die Erschließung zu investieren. Denn die Kommune muss kräftig in Vorleistung gehen. Für die 2015 begonnene Erschließung von „Bruckler Filz“ waren laut Abschlussrechnung um die 1,04 Millionen Euro fällig gewesen, der Ansatz lag bei 1,14 Millionen Euro. Die erfreuliche Ersparnis gab die Gemeinde durch eine Senkung des Erschließungsbeitrags an die Bauherren weiter. Von den 21 Parzellen hatten 14 der Gemeinde gehört, alle waren schnell verkauft. Beim neuen Gebiet „Breiten“ denkt die Bürgermeisterin an immerhin elf Bauplätze, der Rest wird privat genutzt.

Gemeinde sicherte sich Ankaufsrecht

Die Fläche erwirbt die Gemeinde von einem Privatbesitzer. Mitte Mai hat Kieweg sich beim Notar das Ankaufsrecht gesichert. Von „einem schönen Grundstück“ schwärmte die Rathauschefin in der Gemeinderatssitzung. Bis Mitte 2018 soll nach ihrer Vorstellung die Planung stehen und die Erschließung beginnen. Im Frühjahr 2019 könnten die ersten Häuser gebaut werden. Das Wort „Einheimischenmodell“ vermeidet Kieweg wegen der immer noch unsicheren EU-Rechtslage jedoch konsequent. Sie spricht lieber offiziell von „Wohnen in Bad Bayersoien“, vor allem für junge Familien – aber natürlich hat man heimische Interessenten im Blick.

Seitens der Regierung hat Kieweg nach eigenem Bekunden bereits positive Signale für das dann gemäß Bebauungsplan allgemeine Wohngebiet bekommen, dass sich unmittelbar an die westliche Bebauung am Anger anschließen würde. Ob die Gemeinde allerdings wie beim „Bruckler Filz“ später das Planungsbüro gleich als Erschließungsträger mit der kompletten Abwicklung beauftragt, ist unklar. Während sich Kieweg dies auf Grund der guten Erfahrung wieder vorstellen kann, wollten sich die Gemeinderäte darauf noch nicht festlegen.

Auch sozialer Wohnungsbau

Ebenso unklar ist, ob sich Bayersoiens Bürgermeisterin mit einem weiteren Wunsch durchsetzen kann: Kieweg möchte einen Bauplatz für sozialen Wohnungsbau verwenden – dafür gebe es Zuschüsse, warb sie in der Sitzung. „Das wäre wirklich wichtig“, sagt sie später auf Nachfrage. „Es ist eine elementare Aufgabe der Gemeinde, für günstigen Wohnraum zu sorgen.“ Denn eines sei klar: „Auch wir haben ältere und bedürftige Menschen.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unbekannter macht sich an Grab zu schaffen
Dieser Vorfall macht sprachlos: In Seehausen hat sich jemand an einem Grab zu schaffen gemacht. 
Unbekannter macht sich an Grab zu schaffen
Ein Hochwasser kommt selten allein
Mitgeschwemmtes Geschiebe und Treibholz – es kann verheerende Folgen haben. Deshalb gilt: kein Hochwasserschutz ohne Rechen, Fangnetz, Sperren. Wie unverzichtbar sie …
Ein Hochwasser kommt selten allein
Murnau setzt auf Bauland-Deals
Das Thema klingt reichlich bürokratisch, die Folgen sind aber wegweisend: Die Marktgemeinde Murnau will künftig ab einer gewissen Größenordnung nur noch dann Bauland …
Murnau setzt auf Bauland-Deals
Rückkehr in die Kreuzkirche mit Klappstühlen
Lange haben die Protestanten im Ammertal auf ihre Kirche verzichten müssen. Noch sind dieSanierung und der Ausbau des Pfarrheims nicht abgeschlossen. Trotzdem wird am …
Rückkehr in die Kreuzkirche mit Klappstühlen

Kommentare