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Bleibende Erinnerung: Die Seeschlange „Moora“ steht nach dem Steinbildhauer-Symposium 2017 am Soier See. 

Neues Konzept

Premiere in Bayersoien: Holzkünstler treffen Steinbildhauer

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Bad Bayersoien bekommt wieder ein Kunst-Symposium. Diesmal im Doppelpack: Stein- und Holzbildhauer arbeiten live.

Bad Bayersoien – Die öffentliche Kunst hat in Bad Bayersoien durchaus Tradition. Ob Holz- und Steinbildhauer-Symposien sowie Malwettbewerb: Einheimische und Urlauber gleichermaßen durften in den vergangenen zwölf Jahren diversen Künstlern bei ihrem Schaffen über die Schulter schauen. 2017 war der Moorkurort letztmals zum offenen Atelier geworden – am Ende hatten die Steinmetze eine Seeschlange aus Sandstein geschaffen, die als „Moora“ ihren Platz am Soier See fand. 2018 wurde wegen diverser Großveranstaltungen, wie Haiku-Weg und Museums-Aktionen, zur Landesausstellung eine Pause eingelegt. Heuer gibt es die Live-Kunst dafür gleich in doppelter Ausführung, wie Bürgermeisterin Gisela Kieweg voller Stolz von ihrem neuen Konzept berichtet. Holz trifft Stein: Vom 7. bis 10. Juni arbeiten rund um den Dorfstadel die Bildhauer der zwei Ausrichtungen in der Öffentlichkeit. „Es können beide Gewerke in einem angeschaut werden“, sagt die Rathauschefin. Das Motto stehe schon: „Die vier Elemente.“

Sie plant mit acht bis zwölf Künstlern. Die Gemeinde fragt vor allem bei regionalen Kunstschaffenden an. Acht Zusagen hat Kieweg nach eigner Aussage bereits. Der Zeitplan ist ebenfalls festgezurrt: Freitags wird das Spektakel offiziell eröffnet, am Samstag und Sonntag arbeiten die Teilnehmer je nach Wetter vor oder im Dorfstadel. Am Pfingstmontag sollen die Skulpturen am Kneipptretbecken am Bärenbach aufgestellt werden. Den Platz hat die Rathauschefin mit Bedacht gewählt: Das Areal müsse ohnehin saniert werden, und so könne die Kunst gleich in den neuen Platz eingearbeitet werden. Kieweg denkt zudem an ein Rahmenprogramm. Unter anderem spielt die heimische Blaskapelle, und es wird Gastronomie geben. Details stehen nicht fest. Kieweg will sich mit dem Kurausschuss abstimmen.

In der Gemeinderatssitzung wurde das Vorhaben nun vorsorglich finanziell abgesichert: 10 000 Euro stellt die Kommune per Beschluss für das Kombi-Symposium in den diesjährigen Haushalt ein. Das Finanzpaket lässt jedoch noch auf sich warten. Sorgen, dass die eiserne Reserve angegriffen werden muss, macht sich die Bürgermeisterin nicht. Sie begründet dies mit der ausgeglichenen Bilanz des Steinmetz-Symposiums vor zwei Jahren: „Wir haben nichts draufgelegt. Es ist gut ausgegangen.“

Damit sich die Veranstaltung selbst trägt, braucht es genug Einnahmen und Sponsoren, stellte die Bürgermeisterin klar. Denn für das Kulturprojekt gebe es anders als bei den ersten Auflagen keine Förderung mehr – weil die Themenbereiche Holz und Stein nicht wirklich neu seien. Bei allem Werben der Rathauschefin herrschte am Ende im Gremium keine Einigkeit: Zwei Gemeinderäte stimmten gegen die Haushaltsmittel.

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