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Rückendeckung für Kieweg

Soier Kurhaus-Debatte: Jetzt spricht der Vize-Bürgermeister

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Es war nicht der Preis, der den Ausschlag gegeben hat. Das stellt Bayersoiens Vize-Rathauschef Georg Haseidl klar. Er nennt die Kern-Argumente für die Entscheidung zum Verkauf des Kurhauses an die Familie Lage-Roy.

Bad Bayersoien – Die Wogen schlagen hoch in Bad Bayersoien seit dem Verkauf des Kurhauses an die Familie Lage-Roy. Bürgermeisterin Gisela Kieweg versichert, dass alles korrekt abgelaufen sei. Schützenhilfe bekommt die Rathauschefin jetzt von ihrem Stellvertreter Georg Haseidl. Auch er will den Vorwurf der Betreiber des Parkhotels, der Familie Friedel, das Kurhaus unter dem aktuellen Wertgutachten des Landratsamtes verkauft zu haben, nicht im Raum stehen lassen.

Der 2. Bürgermeister bestätigt, dass sich die Gemeinde sehr ausführlich und wohlüberlegt mit dem Verkauf des Kurhauses auseinandergesetzt habe. Der Bürgermeisterbrief von Gisela Kieweg vom 8. Januar beweise dies überdeutlich. Auch die Beschlüsse würden dies verdeutlichen, beides nachzulesen unter www.gemeinde-bad-bayersoien.de. Nach den Worten Haseidls habe sich die Entscheidung des Gemeinderates für die Familie Lage-Roy in erster Linie am Mehrwert, sprich an dem gesamten kurz- und längerfristigen Nutzen für die Gemeinde orientiert: „Dazu zählen die neue Zielgruppe für Gäste, eine höhere Auslastung und eine Saisonverlängerung durch Schulungen.“ Das Konzept der neuen Besitzer, so Haseidl, passe auch am besten in die Region, Stichwort Gesundheitsregion und intakte Natur: „Unser Hauptaugenmerk lag nicht auf dem Preis.“

Der Soier Vize-Bürgermeister wünscht sich nun, dass die Familie Friedel „die Entscheidung aus der Sicht der wohl abgewägten Gemeindeinteressen respektiert und durch gute gemeindliche und nachbarschaftliche Zusammenarbeit das Beste für alle daraus macht“ – zumal der vorgesehene Betrieb keine direkte Konkurrenz, sondern eher eine befruchtende Ergänzung darstelle.

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