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Barrierefrei ist der Eingang dank der neuen Rampe. Das Dach soll bald fertig sein, der Vorplatz wartet noch.

Kommune muss nur kleinen Betrag bezahlen

Soier Rathaus-Sanierung läuft auch Hochtouren

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Es tut sich was in Bad Bayersoien: Derzeit verwandelt sich das Rathaus in eine Großbaustelle. Bisher ist man mit den Arbeiten voll im Zeitplan.

Bad Bayersoien – Einer Großbaustelle gleicht in diesen Tagen das Rathaus in Bad Bayersoien. Grund ist die Sanierung des Gebäudes in der Dorfstraße, die auf Hochtouren läuft. Das auf 260.000 Euro angesetzte Bauprojekt hatte der Gemeinderat im November vergangenen Jahres abgesegnet.

Die Kommune muss allerdings voraussichtlich nur um die 25.000 Euro selber finanzieren. Stolze 233.000 Euro schießt nämlich der Freistaat über das Kommunal-Investitions-Programm (KIP) dazu. Kein Wunder, dass es bei diesem Schnäppchen im Rat keine Gegenstimmen gab. Für die Planung der Sanierung zeichnet das Bad Kohlgruber Büro „BöhmerLaubender“ verantwortlich – diese sind derzeit in ihrem Heimatort in der Sanierung des Lampl-Anwesens zum Kultur- und Vereinshaus eingebunden. Im Gegensatz zu diesem Mammutprojekt gestaltet sich das Soier Rathaus deutlich einfacher. Dass es weniger aufwendig zugehen werde, hatte Architekt Michael Laubender den Gemeinderäten damals versicher. Was sich bislang bestätigthat, wie den Worten der Bürgermeisterin zu entnehmen ist.

„Wir sind sehr gut im Zeitrahmen“, berichtete Kieweg zufrieden in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die neuen Fenster sind eingebaut, das Dach wird gerade gemacht und soll diese Woche fertig sein. Zudem wurde bereits außen die Entwässerung auf Vordermann gebracht, das schlecht ablaufende Regenwasser hatte nämlich der Fassade Probleme bereitet. Auch die Barrierefreiheit mit dem Rampenaufgang am Haupteingang steht – der besondere Service ist eine Voraussetzung für den staatlichen Zuschuss. Warten muss die Hausherrin allerdings noch auf die breitere Tür, die auch für Rollstuhlfahrer zu bewältigen ist. Kieweg schätzt, dass das gute Stück „vielleicht bis September“ installiert ist.

Zwei Aufträge bleiben im Dorf

Der Gemeinderat vergab nun zwei weitere Aufträge: Die Heizungsanlage wird zum Angebotspreis von rund 2800 Euro ein heimischer Betrieb verbessern. Ebenfalls im Dorf bleiben die um die 6800 teuren Arbeiten an der Elektrotechnik – dabei geht es um Rauchmelder, den teilweisen Lampentausch auf LED sowie die Elektrifizierung der dann barrierefreien Eingangstür. Beide Beschlüsse fielen einstimmig.

Was noch aussteht, ist der Vorplatz, der hergerichtet und asphaltiert werden muss. Und der Zeitpunkt für die ausstehenden Malerarbeiten an der Fassade ist noch offen. Derzeit läuft die Ausschreibung dafür, erklärt die Bürgermeisterin. Das Rathaus wird damit noch heuer in neuem Glanz erstrahlen. Die ehemalige Bierling-Villa gehört zu den markanten Häusern an Bad Bayersoiens Dorfstraße. Das Anwesen ließ sich Ludwig Bierling 1895 erbauen. Im Jahr 1962 erwarb es die Kommune und nutzt es seitdem als Verwaltungssitz, auch die Tourist-Info ist dort untergebracht.

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