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Heiße Sache: Olaf Hordenbach aus Bayersoien übt sich am Feuerlöscher, assistiert vom Zweiten Kommandanten Benjamin Schuster (Mitte).

BRK und Feuerwehr zeigen ihr Können

Tag der Retter: Segen für „Bayersoien 11/1“

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Die Rot-Kreuz-Bereitschaft Bad Bayersoien hat ihr neues Fahrzeug in Dienst genommen. Zusammen mit der Feuerwehr präsentierten sich die Freiwilligen beim „Tag der Retter“. Den vielen Besuchern wurde einiges geboten.

Bad Bayersoien – Die Bereitschaft Bad Bayersoien zählt mit ihren 20 Aktiven zu den kleineren Rot-Kreuz-Gruppen im Landkreis. Aber auch diese freiwilligen Helfer leisten großen Einsatz. Dies wurde gestern beim „Tag der Soier Retter“ deutlich, als die Organisation feierlich ihr neues Mehrzweckfahrzeug offiziell in Dienst nahm. Rotes Kreuz und Feuerwehr hatten eigens ein buntes Programm für die Öffentlichkeit auf die Beine gestellt.

Erstmals leistete sich die das Rote Kreuz nach all den Gebrauchtfahrzeugen einen Neuwagen. Weil der 17 Jahre alte Krankentransportwagen an seine Grenzen gestoßen war und sich zudem die Hauptaufgabe vom Sanitäts- hin zum Betreuungsdienst verschoben hat, entschieden sich die Aktiven um Bereitschaftsleiter Andreas Vianden für einen Dacia „Duster“, den sie für ihre Zwecke herrichteten. Rund 24 000 Euro wurden laut Vianden investiert. Das Geld sei fast komplett über Spenden und Zuschüsse zusammengebracht worden, sagte der 31-Jährige, der seit 2017 der Bereitschaft vorsteht. Unter anderem schoss die Gemeinde 5000 Euro dazu, vom Notarztverein Ammertal kamen 9000 Euro. Regionale Firmen gaben Geld, zudem gingen die Aktiven im Frühjahr selbst von Tür zu Tür, um zu sammeln. „Wir stießen überall auf offene Ohren“, sagte Vianden.

Bei der Feier wurde das Engagement der Ehrenamtlichen hervorgehoben. „Was wir hier segnen, kommt der Allgemeinheit zu Gute“, betonte Pfarrer Rudolf Scherer mit Blick auf den Neuwagen – und auf die Menschen, „die nicht an der Not der Anderen vorüber gehen“. Der Geistliche erteilte mit seinem evangelischen Amtskollegen Peter Sachi dem Fahrzeug mit dem Funkrufzeichen „Bayersoien 11/1“ den Segen. Landrat Anton Speer (Freie Wähler) sprach von „unseren Hilfsorganisationen, die ihre Freizeit opfern für die Allgemeinheit“.

Soiens Rathauschefin Gisela Kieweg freute sich, an die Adresse der beiden Gastgeber gerichtet, „dass wir zwei so aktive Rettungsorgane im Ort haben“. Rot-Kreuz-Kreisvorsitzender Thomas Schwarzenberger betonte die breite Palette der sozialen Arbeit der örtlichen Bereitschaft – die von den Seniorennachmittagen bis zum erstmaligen Kurs für pflegende Angehörige reicht. Die Feuerwehr zeigte mit Vorführungen ihren Leistungsstand. 60 Aktive und drei Fahrzeuge zählen die Soier. „Das ist für uns eine willkommene Angelegenheit, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren“, betonte Kommandant Franz Niggl. Unter anderem am Feuerlöschtrainer konnten die Besucher ihre Fähigkeiten beweisen. Ein Schrottauto, gestiftet von einem Wertstoffbetrieb, wartete auf technische Hilfeleistung. Hoch hinaus ging es bei der Höhenrettungs-Gruppe aus Garmisch um Hannes Seeberger, Matthias Wackerle und Friedrich Walser. Die Kameraden hatten zudem ihren 70-Tonnen-Kran mitgebracht. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Ammerland Duo.

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