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Zu diesem Zeitpunkt gehörten Karl-Heinz Schuster (hinten 2.v.r.) und Kathrin Schäfer (h. 3.v.r.) der GUD-Liste für den Gemeinderat noch an - am Tag danach zogen beide ihre Kandidatur überraschend zurück.

Erste Turbulenzen vor der Kommunalwahl im Ammertal

Schuster & Schäfer ziehen Kandidatur auf GUD-Liste in Bad Bayersoien zurück

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Gerade mal eine Nacht lang hatte die Kandidatur zweier Bewerber auf der Gemeinderatsliste der GUD-Gruppierung in Bad Bayersoien Bestand.

Bad Bayersoien – Die wahlberechtigten Bürger Bad Bayersoiens werden bei der Kommunalwahl am 15. März eine recht überschaubare Anzahl an Gemeinderatskandidaten vorfinden – sofern sich nicht noch eine zweite Liste positioniert. Von der Gruppierung GUD („Gemeinsam für unser Dorf“) wurden kürzlich im Dorfstadl 16 Bewerber nominiert.

Jetzt sinkt die Zahl der Kandidaten gar auf 14 – nicht gerade üppig bei zwölf Gemeinderatsmitgliedern. Die auf Platz 15 und 16 geführten Kathrin Schäfer und Karl-Heinz Schuster haben nämlich am Donnerstag schriftlich ihre Kandidatur auf der GUD-Liste zurückgezogen. Dies gaben die Listenverantwortlichen gestern bekannt. Karl-Heinz Schuster begründet den Schritt wie folgt: „Hauptgrund war, dass im Block abgestimmt worden ist und die Anwesenden dadurch keine Möglichkeit mehr hatten, einzeln über die Bewerber zu entscheiden. So etwas hat es in Bad Bayersoien lange nicht mehr gegeben.“ Warum er sich dann überhaupt auf die Liste setzen ließ, erklärt Schuster wie folgt: „Ich hab’ eine Nacht darüber geschlafen. Dann habe ich die Notwendigkeit erkannt, zurück zu ziehen. Wir sind unter anderen Voraussetzungen in die Versammlung gegangen.“

Zur Erinnerung: Bei der Kommunalwahl 2014 hatte es in Bad Bayersoien noch zwei Listen gegeben – die GUD und die „Freien Soier Wähler“, die von Josef Weingand jr. auf Platz eins angeführt wurden. Eben bei den Freien kandidierte auch Karl-Heinz Schuster. Mit den fünftmeisten Stimmen seiner Liste zog Schuster ins Gemeindeparlament ein.

Warum die Freien jetzt zur Kommunalwahl nicht mehr antreten? Schuster trocken: „Die Liste existiert nicht mehr, sie ist stillschweigend aufgelöst worden.“ Der 65-Jährige, seit zwei Perioden im Gemeinderat, betont weiter, dass er Stand jetzt nicht mehr kandidierten werde: „Mal schauen, was sich noch tut im Dorf ...“ Eine zweite Liste aufzustellen, dafür bliebe noch bis 23. Januar Zeit. Bis dahin müssen die Wahlvorschläge eingereicht sein.

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