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Im Krankenstand: Karl-Heinz Reichert

Im Krankenbett statt im Rathaus

Er fällt weiter aus: Reichert spricht über seinen Gesundheitszustand

Mit seiner Rückkehr ins Rathaus ist erst im April zu rechnen. Bad Kohlgrubs Bürgermeister Karl-Heinz Reichert kann aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht seiner Arbeit nachgehen. Sein Stellvertreter bittet um Geduld bei anstehenden Projekten.

Bad Kohlgrub – Wenn ein Bürgermeister krank ist, fällt das schnell auf: Er fehlt bei Sitzungen des Gemeinderats, bei Versammlungen und Terminen. In Bad Kohlgrub ist das seit einiger Zeit so. „Bürgermeister Karl-Heinz Reichert ist leider krank“, sagte sein Stellvertreter Franz Degele einmal mehr im Gemeinderat am Dienstag. Und deutete an, dass sich daran so schnell auch nichts ändern wird. Warum, das erklärt der Verwaltungs-Chef auf Tagblatt-Anfrage selbst. Reichert ist körperlich so geschwächt, dass er nicht arbeiten kann.

Die Ursache liegt ihm zufolge vier Jahre zurück. 2014, als er gerade zum parteifreien Bürgermeister gewählt wurde, bekommt er eine Lungenembolie und übersteht sie. „Damals hatte ich unheimlich Glück.“ Doch sein Immunsystem ist seitdem geschwächt. Wie so viele im zurückliegenden Winter erwischt er einen Infekt. Der 58-Jährige kämpft seitdem mit der Erkrankung. Bis Ende April, das steht nach dem jüngsten Arzttermin fest, wird er sich noch erholen.

So lange muss Degele den Rathaus-Chef vertreten. Und sich zusätzlich zu seinem Beruf in der Bank abends um die Dorfangelegenheiten kümmern. Im Gemeinderat bat er um Verständnis dafür, dass manche Projekte und Themen nicht sofort behandelt werden können. Wenn er das, was Reichert an einem Tag leistet, schnell am Abend erledigen könnte – dann bräuchte es in Bad Kohlgrub keinen hauptamtlichen Bürgermeister.

Das Thema kam auf, weil sich Andreas Wojciak (Neue Liste) nach der Fassade vom Haus des Gastes erkundigte hatte. Nach dem Bürgerentscheid im September 2017, bei dem sich eine Mehrheit der Bad Kohlgruber gegen die geplante Schindelfassade ausgesprochen hatte, wollte die Gemeinde das weitere Vorgehen in der März-Sitzung auf die Tagesordnung setzen. Doch das ist nicht geschehen. Entsprechend bat Degele um die Geduld der Gemeinderäte.

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