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Packen an: Kathi Kleiner (l.) und Steffi Schöttl wollen den Fußgängerüberweg an der Kohlgruber Hauptstraße für Kinder in der Früh sicher machen.

Zwei Mütter starten Aufruf 

Bad Kohlgrubs gefährlichste Kreuzung: Schulweghelfer sind dringend gesucht

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Es wäre nur ein kleiner Beitrag für mehr Sicherheit von Kindern auf  ihrem Schulweg: Doch bislang hatte dafür niemand Zeit in Bad Kohlgrub. Nun geben zwei Mütter Gas.

Bad Kohlgrub – Steffi Schöttl wohnt gleich in der Nähe der Hauptstraße in Bad Kohlgrub, und hier speziell an dem Fußgängerüberweg an der Kur-Apotheke. Tagtäglich bekommt sie das Geschehen hautnah mit: „Wir können von Glück sagen, dass noch nichts passiert ist. Immer wieder fahren Autos und Lastwagen bei Rot über die Ampel.“ Bad Kohlgrubs gefährlichste Kreuzung ist Kommunalpolitikern und Eltern ein Dorn im Auge. Insbesondere Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Murnau kommen, sehen die Ampel in dieser leicht ansteigenden Rechtskurve erst sehr spät und fahren oft noch „auf dem letzten Drücker“ über die Gefahrenstelle.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres suchte die Gemeinde Schulweghelfer für diesen Bereich. Lange ohne Echo. Dann erklärte sich ein Mitbürger bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, musste anschließend jedoch aus gesundheitlichen Gründen absagen. Die Suche begann von neuem. Dass eine Regelung mit Eltern als Schulweghelfer in anderen Orten wie zum Beispiel in Uffing funktioniert, während sich in Bad Kohlgrub niemand dafür findet, wollen Steffi Schöttl und Kathi Kleiner nicht glauben. Gemeinsam starten sie nun eine Aktion, die zum Ziel hat, zum neuen Schuljahr einen Lotsen-Service am Übergang an der Hauptstraße installieren zu können. Kathi Kleiner appelliert an die Eltern: „Gemeinsam müssen wir es doch schaffen, für eine kurze Zeit am Morgen unseren Kindern ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen.“ Mit Schrecken denken die beiden Frauen an die zwei Wochen im Herbst, wenn die B2 zwischen Eschenlohe und Oberau gesperrt wird und das Ammertal dann als Umfahrungsroute dient.

Lesen Sie auch: Schulweghelfer für Kohlgrub weiter gesucht: Bürgermeister spricht von „Armutszeugnis“

Und so sieht der Plan von Schöttl und Kleiner aus: Die Schulweghelfer sollen sich von Montag bis Freitag von 7.30 bis etwa 8 Uhr an der Ampel an der Apotheke platzieren. Vorgesehen ist, dass die Freiwilligen täglich wechseln und sich ihren Wunschtag in eine Liste eintragen. Kathi Kleiner: „Je mehr Eltern hier mitmachen, desto weniger kommt man dran. Es können sich auch interessierte Bürger, Großeltern und Rentner, die ein wenig Zeit für die Sicherheit unserer Kinder aufbringen wollen, angesprochen fühlen.“ Los gehen soll es am Tag der Einschulung am 10. September. Die beiden Mütter sind zuversichtlich, dass ihr Aufruf auf fruchtbaren Boden fällt: „Wenn wir 20 Leute zusammen brächten, wäre das toll.“ Dass endlich was gemacht werden muss zur Erhöhung der Sicherheit an diesem gefährlichen Übergang, steht für die Initiatorinnen außer Frage. Steffi Schöttl: „Wir merken, dass der Verkehr ständig zunimmt. In letzter Zeit fahren auch immer mehr Laster und Speditionen durch Bad Kohlgrub, die ich bisher noch nie gesehen habe.“ Wenn sich genügend Schulweghelfer finden, würde man überlegen, zusätzlich in der Erlestraße und/oder an der Ampel beim Edeka Lotsen einzusetzen.

Wer sich interessiert,

als Schulweghelfer tätig zu werden, kann sich jederzeit mit Kathi Kleiner (0152/ 320 335 46) oder Steffi Schöttl (Mail: stefanieschoettl@gmx.de) in Verbindung setzen oder auch bei der Gemeinde melden.

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