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Der frühere Eingang ins Bistro La Gare – alles andere als einladend und freundlich.
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Ein Geisterhaus: Findet sich bald ein Käufer für das Bahnhofsgebäude in Bad Kohlgrub?
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Der Aufgang zur ehemaligen Gepäckaufgabe, überwuchert von Unkraut.

Trister Anblick für Gäste

Bahnhof in Bad Kohlgrub verkommt zum Schandfleck

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Es ist eine schäbige Visitenkarte für einen Kurort: Der Bahnhof in Bad Kohlgrub zeigt sich alles andere als von einer ansprechenden Seite. Das Gebäude steht indes zum Verkauf.

Bad Kohlgrub – Es ist das traurige Los vieler Bahnhöfe in der Republik: Sie sind nutzlos geworden, stehen leer und verkommen immer mehr zum Schandfleck. Was tun mit diesen Immobilien? Die Deutsche Bahn geht offenbar recht entspannt mit diesem Problem um . . . Ein Paradebeispiel im negativen Sinn ist der Zustand des Bahnhofs in Bad Kohlgrub: bröckelnder Putz, gesplittertes Glas, wucherndes Grün. Ein trister Anblick für ankommende Bahngäste, die zur Kur nach Bad Kohlgrub kommen oder hier ihren Urlaub verbringen.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Reichert ist nicht gerade beglückt ob des trostlosen Anblicks: „Ich fahre relativ viel mit dem Zug, ich kenne das. Auch die Bahnhöfe in Schongau, Peiting, Hohenpeißenberg und Peißenberg sind zum Beispiel in einem erschreckenden Zustand.“

In Zeiten von Technisierung und Kostenreduzierung durch Personaleinsparung sind viele Bahnhöfe heute nicht mehr besetzt. Auch für Bad Kohlgrub – das Gebäude ist Baujahr 1922 – hat der Konzern keine Verwendung mehr. Was ein Bahnsprecher ganz offen darlegt: „Das Objekt hat für die DB keine betriebliche Funktion mehr und steht zum Verkauf. Eine Investition in Richtung baulicher Veränderungen oder Verschönerung sollte sinnvollerweise in Abhängigkeit von der künftigen Nutzung vom neuen Eigentümer durchgeführt werden.“ Lediglich, was die Verkehrssicherungspflicht anbetrifft, kommt man notwendigen Auflagen und Verpflichtungen nach. Auf ihrer Homepage schreibt das Unternehmen zu dem Thema „Ungenutzte Bahnhofsgebäude“: „ . . . Die Bahnhöfe können die Visitenkarte und das Tor zur jeweiligen Stadt sein. Daher informiert die Bahn bei jedem Verkauf zuerst die Kommunen. In Bayern betreibt die Deutsche Bahn 1015 Stationen, davon haben 185 ein Empfangsgebäude im Eigentum der DB Station&Service AG. In den vergangenen Jahren wurden bereits rund 300 Empfangsgebäude verkauft.“

Auch der Gemeinde Bad Kohlgrub ist der Bahnhof angeboten worden, wobei laut Bürgermeister Karl-Heinz Reichert „nicht über den Preis gesprochen wurde“. Der Rathauschef: „Was sollen wir mit dem Bahnhof‘? Wir haben soviele Baustellen im Ort, die sehr viel Geld kosten und für die Infrastruktur wichtiger sind.“ Reichert würde sich wünschen, dass hier ein privater Käufer einsteigt und es so nutzt, dass es wieder ein ansehnliches Haus ist. Auch ein Bistro, das es mit dem „La Gare“ ja schon einmal gab und das sich bei der Jugend im Ort großer Beliebtheit erfreute, könnte sich der Bürgermeister wieder sehr gut vorstellen. Es hängt alles davon ab, ob sich ein Käufer für das Gebäude findet. Wenn nicht, wird der Bahnhof wohl noch länger ein kümmerliches Dasein fristen . . .

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