Unter Männern: Der neue Geschäftsleiter Georg Mangold (3.v.l.) wird von (v.l.) Thorsten Huber, Martin Niklas (Liftbeiratsvorsitzender), Hans-Peter Lory (Vize-Bürgermeister), Betriebsleiter Michael Hibler (sitzend), Bürgermeister Franz Degele, Michael Reindl und Jonas Schauer willkommen geheißen.
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Unter Männern: Der neue Geschäftsleiter Georg Mangold (3.v.l.) wird von (v.l.) Thorsten Huber, Martin Niklas (Liftbeiratsvorsitzender), Hans-Peter Lory (Vize-Bürgermeister), Betriebsleiter Michael Hibler (sitzend), Bürgermeister Franz Degele, Michael Reindl und Jonas Schauer willkommen geheißen.

„Ein einzigartiger Berg“

Hörnle-Schwebebahn: Neuer Geschäftsleiter steigt ein - Sanierungskosten werden geprüft

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Verstärkung bei der Hörnle-Schwebebahn: Georg Mangold ist neuer Geschäftsleiter. Er ist Fan von Berg und Bahn.

Bad Kohlgrub – Früher hat er das Taxi auf den Berg öfter genommen. Überwand mit dem Lift die circa 500 Höhenmeter. Zuletzt, gibt Georg Mangold zu, war das eher seltener der Fall. Das dürfte sich nun wieder ändern, vorausgesetzt Corona lässt den Betrieb bald wieder zu. Des Berufs wegen. Der 39-Jährige steigt ein ins Team der Verantwortlichen. Er übernimmt die Aufgabe als Geschäftsleiter bei der Hörnle Schwebebahn GmbH & Co. Schlepplift KG.

Die Bewerbung war für den Feinwerkmechanikermeister eine naheliegende Entscheidung. Tatsächlich geografisch gemeint. Mangold stammt aus Bad Kohlgrub. Die lange Anreise spart er sich schon mal. Der neue Mann an Bord kennt sein Arbeitsumfeld dementsprechend und weiß den Reiz zu schätzen. Den nostalgischen Charakter des Lifts mit seinen Schenkdoppelsitzen und dessen Potenzial zum Beispiel. Denn so wie in Bad Kohlgrub, wo sich die Sitze wegklappen, steigt man nirgends auf der Welt aus. Als „einzigartig“ bezeichnet Mangold das Hörnle mit seinem 360-Grad-Rundum-Blick. Aus seiner Perspektive sagt er: „Da gibt’s was zu vermarkten.“

Süße Bergspitzen für die Nerven

Um den kaufmännischen Bereich soll sich der 39-Jährige kümmern und Michael Hibler, Geschäftsführer und Betriebsleiter in Personalunion, entlasten. Mangold lernt in seiner Einarbeitungszeit vom Experten. „Keiner kennt die Bahn wie er“, betont Bürgermeister Franz Degele (Freie Wähler).

Gemeinsam mit seinem Vize Hans-Peter Lory (Neue Liste) und dem Liftbeiratsvorsitzenden Martin Niklas (Neue Liste) schaute der Rathauschef am Dienstagvormittag in der Talstation vorbei, um Mangold im Beisein seiner Kollegen offiziell willkommen zu heißen. Im Gepäck: Geschenke. Ein Stück Seil, um immer Zug am Seil zu haben, Pralinen für die Frau und Schoko-Bergspitzen für die Nerven. Die werden künftig sicher das eine oder andere Mal strapaziert. „Er hat eine wichtige Aufgabe vor sich“, sagt Degele. Verbunden mit viel Arbeit. Damit spielt er auf die Modernisierungs-Pläne der Schwebebahn an, die 1954 in Betrieb genommen wurde.

Vom großen Neubau mit einem 21-Millionen-Investitionsvolumen hat sich die Gemeinde bereits verabschiedet. Aktuell werden die Kosten für eine Sanierung geprüft. Degele hofft, im Mai Ergebnisse zu bekommen. Dann braucht’s noch Zahlen für einen abgespeckten Neubau. „Die Berechnung ist leichter“, meint der Bürgermeister, sie gleicht für die Experten einem Baukastensystem. Die Optionen sollen dann gegenüber gestellt werden. „Ich gehe fest davon aus, dass wir heuer noch eine Entscheidung herbeiführen.“

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