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Ungewolltes Überraschungspaket: Sanierung der Bad Kohlgruber Sportanlage verzögert sich

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Von: Manuela Schauer

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Noch Baustelle: An den Sportanlagen am Erle wird noch  gewerkelt.
Noch Baustelle: An den Sportanlagen am Erle wird noch gewerkelt. © Doll

Der ursprüngliche Zeitplan ist hinüber. Die Sanierung der Leichtathletik-Anlage am Erle dauert länger als gedacht. Bis Frühjahr 2022.

Bad Kohlgrub – Gerne denkt Franz Degele (Freie Wähler) nicht an den Sportplatz am Erle. Weil das Projekt dort anders läuft als geplant. Zäher, aufwendiger. Eigentlich hätte die Sanierung der maroden Leichtathletik-Anlage schon seit Anfang Oktober fertig sein sollen. Aber Pfeifendeckel. Ein „Überraschungspaket“ tauchte während der Arbeiten auf, sagt der Bürgermeister. Eines, um das niemand gebeten hat. Die unerwarteten Gegebenheiten würfeln den Zeitplan ordentlich durcheinander. Das Ende verschiebt sich um Monate nach hinten. Degele schätzt bis Frühjahr 2022.

Ende Juli war der Startschuss für die Modernisierung gefallen. Nach langer Wartezeit und einigen Diskussionen. Die Athleten des SC Bad Kohlgrub überbrückten diese Periode und wichen zum Trainieren oft nach Oberammergau aus. Zu schlecht waren die Bedingungen in der Heimat. Was die Gemeinde ändern möchte. Weitsprunggrube, Mehrzweckspielfeld und 100-Meter-Bahn werden unter anderem erneuert.

Fußballplatz ist fertig

Degele bedauert die Verzögerung. Er vergleicht die Baustelle mit einem alten Haus, das saniert wird. „Da kommen auch gern Dinge auf, wo du sagst: ,puh‘.“ Noch dazu hat die zuständige Firma ihm zufolge erst später die Arbeiten aufgenommen. Seit ein paar Wochen aber seien zu seiner Erleichterung keine unvorhersehbaren Schwierigkeiten mehr aufgetreten. Vor allem den Unterbau der Laufbahn kürt der Rathauschef zum Problemkind. „Die Asphaltschicht ist teilweise sanierungsbedürftig.“ Das auszubessern, kostet Zeit. „Ruckzuck“, sagt Degele, „sind ein paar Wochen vorbei.“ Gleichzeitig wies sie ein Dachprofil auf. „Das hat keiner kapiert, die sollte eben sein.“ Um überall gleiche Laufeigenschaften zu gewährleisten. Nicht das einzige Rätsel, vor dem der Bürgermeister steht. Auch der Entwässerungsschacht unter der Tartanstrecke war asphaltiert. „Ich weiß nicht, was die da früher gemacht haben.“

Besser sieht’s dagegen beim Fußballplatz aus. „Der ist fertig“, sagt Degele. Die Speerwurf-Fläche kurz davor. Bei der Weitsprung-Anlage geht’s noch dem Unterbau an den Kragen. Nach dem Asphaltieren ist für heuer aber Schluss. Der Witterung wegen. Es wird zu kalt. Um die rote Granulat-Schicht aufzutragen, braucht es mindestens um die sechs Grad, sagt Degele. Die ist dann im Frühjahr an der Reihe.

Die Komplikationen tangieren den Geldbeutel der Kommune. Von „etwas mehr“ Kosten spricht Degele. Die Fortschreibung wird erst in den kommenden Wochen vorliegen, teilt Kämmerer Markus Ehegartner mit. Aktuell geht die Gemeinde von Gesamtkosten in Höhe von 580 000 Euro aus. Die ursprüngliche Schätzung vor der Ausschreibung von Mitte Februar lag bei rund 430 000 Euro.

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