Verzweifelte Such nach bewaffnetem Schwarzwald-Rambo: Beamte fürchteten um ihr Leben, Polizeichef über Reaktionen verärgert

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Die Bank rät, bei solchen Telefonanrufen stets misstrauisch zu sein.

Lieber auflegen und sich erst erkundigen

Betrugsversuche bei der Sparkasse: Bank richtet Kundenschutz ein

  • Christian Fellner
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Vorsicht ist geboten! Kunden der Kreissparkasse sind in den vergangenen Wochen mit Betrugsversuchen konfrontiert worden. Die Masche ist nicht neu.

Garmisch-Partenkirchen – Peter Lingg schlägt Alarm, hat sogar die Polizei eingeschaltet. Wenn der Vorsitzende des Vorstands der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen einen derartigen Schritt unternimmt, herrscht erhöhte Aufmerksamkeit. Kunden der Bank seien in den vergangenen Wochen mit Betrugsversuchen konfrontiert worden. „Ich weiß von vier oder fünf Fällen“, sagt Lingg. Die Masche ist nicht neu: Unbekannte versuchen über Anrufe, persönliche Daten zu erfragen, haben es auf einen Konto-Zugang abgesehen. „Das Gute ist, dass für unsere Kunden bisher kein Schaden entstanden ist“, sagt Lingg. „Aber die Aktivitäten der Betrüger werden immer aggressiver und ausgeklügelter.“

Das Vorgehen schildert Joachim Späth, Leiter medialer Vertrieb bei der Sparkasse, im Detail: Die Kunden würden tatsächlich mit der Nummer der lokalen Sparkasse angerufen, die auf dem Telefon erscheint. „Das macht alles glaubwürdiger, da viele Kunden die Nummer ihrer Filiale kennen“, betont er. Das Problem: „Wenn die Sparkasse anruft, erzählen die Kunden fast alles.“ Und genau das sollte nicht passieren. Späths Rat: „Man muss sich immer sagen, das weiß meine Bank eigentlich alles.“ Denn sind die Daten erst einmal verraten, setzen sich die Unbekannten wiederum mit dem Geldinstitut in Verbindung, geben sich als vermeintlicher Kunde aus, der sich beispielsweise neue Zugangsdaten für das Online-Banking oder eine neue Karte erschleicht. „Dann wird meistens sehr schnell Geld auf fremde Konten überwiesen.“

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Mitarbeiter gut geschult

In den vorliegenden Fällen ist den Kundenberatern der Sparkasse sehr schnell klar geworden, dass es sich nicht um den echten Kontoinhaber handelt. Dabei hatte der Betrüger in einem Fall gar eine gefälschte Meldebescheinigung für einen Umzug vorgewiesen. „Die Mitarbeiter sind aber sehr gut geschult für diese Fälle“, betont Späth. „Sonst wäre dem System Tür und Tor geöffnet.“

Späth rät Kunden, bei Telefonanrufen ohne eine Durchwahl eines Beraters oder bei E-Mails, in denen der Kontoinhaber aufgefordert wird, Daten anzugeben oder Anhänge zu öffnen, stets misstrauisch zu sein. „Lieber legen Sie auf, rufen bei der Bank zurück und erkundigen sich. Wir würden nie persönliche Daten am Telefon abfragen.“

Die Sparkasse hat zudem einen weiteren Schutz eingerichtet: „Wir haben entschieden, bis auf Weiteres keine telefonischen Überweisungen ohne Kennwortvereinbarung mit dem Kunden auszuführen“, stellt Lingg klar.

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