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Wird sich verändern: der Kohlgruber Kindergarten.

Betreuung in  der Wandelhalle oder im Container-Dorf?

Kindergarten Bad Kohlgrub: Ausweich-Lösung zeichnet sich ab

Die Sanierung und der Ausbau des Kindergartens gehören zu den Großprojekten in Bad Kohlgrub. Für die Zeit der Bauarbeiten müssen die Buben und Mädchen woanders betreut werden. 

Bad Kohlgrub – Eine halbe Million Euro hat die Gemeinde Bad Kohlgrub heuer in ihrem Haushalt für den Umbau des Kindergartens reserviert. Und zwar für die Vorbereitungsarbeiten. Mit dem Baubeginn wird es in diesem Jahr wohl nichts mehr. „Wir wollen im Winter nicht anfangen“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Reichert (parteifrei) im Gemeinderat. Damit das Projekt im Frühjahr reibungslos starten kann, hat man sich bei der Verwaltung schon Gedanken gemacht, wie die Kinderbetreuung während der Bauzeit möglichst angenehm gewährleistet werden kann. Ein Container-Dorf zu errichten, ist in Erwägung gezogen worden. „Aus Kostengründen war das aber keine Option“, resümierte der Bürgermeister. 200.000 Euro hätte das Provisorium gekostet, unter anderem, weil man erst ein Fundament vonnöten gewesen wäre. Die Idee, den Kindergarten während der Bauzeit in die Wandelhalle zu verlegen, stellte Reichert kurz vor. Besonders die Kindergartenleitung findet diese Lösung passabel. Vor allem wegen des Kurgartens, der prima als Außengelände für die Kinder genutzt werden kann. Außerdem sei das besser, als direkt neben einer Baustelle zu campieren. Eine Ortsbegehung mit Fachleuten vom Brandschutz hatte ergeben, dass die Wandelhalle geeignet ist – respektive mit kleinen Maßnahmen der Brandschutz sichergestellt werden kann. Unter anderem müssen Trennwände eingezogen werden. Fluchtwege und Türen werden derzeit noch geprüft. Eine Brandschutzplanerin hat sich aber bereits optimistisch geäußert. Läuft alles gut, kann demnächst ein zweiter Bauantrag eingereicht werden.

Damit das Projekt Kindergarten-Umbau – er soll verschönert, modernisiert und erweitert werden – beginnen kann, muss jedoch zunächst eine erste Hürde genommen werden. Die Baupläne des Architekturbüros Fussenegger sind in trockenen Tüchern und wurden bereits im März vom Gemeinderat abgesegnet. Seitdem liegt der grundsätzliche Antrag zur Kindergarten-Modernisierung schon beim Landratsamt zur Genehmigung. „Wir wissen nicht“, sagte Reichert auf Anfrage, „wie lange es noch dauert.“

Juliane Klieser

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